Die Heizkosten steigen, dein Budget steht unter Druck, und jedes Angebot verspricht dir 20, 30 oder 35 Prozent Einsparung. Die Zahl klingt gut. Sie lässt sich gut verkaufen. Sie steht in fast jeder Broschüre zum Thema Energieeffizienz. Das Problem ist nicht die Zahl selbst. Es ist eine Zahl ohne Herkunft. Ohne belegte Quelle bleibt jede Prozentzahl erst einmal eine Behauptung, nicht mehr.
Für dich als Facility Manager, technische Leitung oder Geschäftsführung in Pflegeeinrichtung, Hotel, Schule, Klinik oder Bürogebäude ist das kein akademisches Problem. Es ist ein praktisches. Du musst irgendwann zeigen können, dass eine Maßnahme wirklich gewirkt hat. Heizkosten senken ohne Datengrundlage funktioniert nicht, weder wirtschaftlich noch als Argument gegenüber Trägern, Eigentümern oder dem Gesetzgeber. Und selbst wenn du schon Daten sammelst, hast du damit erst die halbe Miete. Rohdaten allein senken keine Heizkosten. Erst wenn du sie auswertest, wird aus einer Zahlenreihe eine Entscheidungsgrundlage.
Als Datengrundlage nur die Jahresabrechnung? Das reicht nicht
Sei ehrlich zu dir selbst: Welche Daten zu deinem Heizenergieverbrauch hast du wirklich? In den meisten Pflegeeinrichtungen, Hotels, Schulen und Bürogebäuden ist die Antwort dieselbe. Eine Datenquelle. Die Jahresabrechnung deines Energieversorgers. Eine einzige Zahl für zwölf Monate, für das ganze Gebäude oder schlimmstenfalls mehrere Gebäude.

Aus dieser einen Zahl kannst du fast nichts ableiten. Du siehst nicht, ob dein Verbrauch werktags anders ausfällt als am Wochenende. Du siehst nicht, ob eine Station oder eine Etage überproportional viel verbraucht. Und vor allem siehst du nicht, ob deine letzte Maßnahme etwas gebracht hat. Hast du die Heizkurve angepasst, ein Fenster ausgetauscht oder eine Nachtabsenkung eingeführt? Der Effekt verschwindet in der Jahresabrechnung zwischen einem milden Winter, veränderter Belegung und gestiegenen Energiepreisen. Du kannst ihn nicht mehr herauslesen.
Das ist der eigentliche Kern des Problems. Nicht fehlende Ambition, nicht fehlendes Budget. Dir fehlt schlicht jede Datenquelle, die eine Auswertung nach Tag oder nach Gebäudeteil erlauben würde. Ohne diese Auflösung bleibt jede Einsparbehauptung unbeweisbar, in beide Richtungen. Eine wirksame Maßnahme kannst du nicht belegen. Eine wirkungslose kannst du nicht erkennen.
Benchmarks helfen, beweisen aber nichts
Branchenbenchmarks wie die GEFMA-Richtwerte oder Verbrauchskennwerte aus Curacon- oder BMG-Auswertungen geben dir eine erste Einschätzung. Sie zeigen, in welcher Größenordnung sich der Wärmeverbrauch pro Bewohner, pro Zimmer oder pro Quadratmeter in deiner Gebäudeklasse üblicherweise bewegt. Für eine grobe Orientierung reicht das.
Für eine belastbare Aussage zu deinem eigenen Gebäude reicht es nicht. Zwei Pflegeheime mit identischer Bewohnerzahl können völlig unterschiedliche Verbräuche haben. Baujahr, Dämmstandard, Nutzungsverhalten, oder einfach eine Station, die traditionell wärmer eingestellt ist als der Rest. Ein Benchmark sagt dir, wo du ungefähr stehen solltest. Er sagt dir nicht, wo du tatsächlich stehst. Diese Lücke schließt nur ein echtes Energiemonitoring der Heizung, das objektspezifische Verbrauchsdaten liefert.
Energiemonitoring für Heizung bald Pflicht für dich?
Was bisher vor allem eine betriebswirtschaftliche Empfehlung war, wird gerade zur rechtlichen Pflicht. Und zwar für deutlich mehr Gebäude, als du vielleicht denkst.

Der bisherige § 71a des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) verlangt von Nichtwohngebäuden mit Heizungs-, Kühl- oder Lüftungsanlagen über 290 Kilowatt Nennleistung eine digitale Energieüberwachungstechnik. Gefordert ist eine kontinuierliche Überwachung, Protokollierung und Analyse der Verbräuche aller Hauptenergieträger, nicht nur eine grobe Jahresablesung. Diese Pflicht gilt für Bestandsgebäude bereits seit Anfang 2025.
Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), welches das GEG ablösen und fortführen soll, verschiebt sich diese Regelung in den neuen § 56. Der Bundestag hat das GModG am 10. Juli 2026 beschlossen, der Bundesrat hat zugestimmt. Die Verkündung im Bundesgesetzblatt steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Inhaltlich bringt das Gesetz eine deutliche Verschärfung mit sich, die bereits im GEG verankert war: Die Schwelle für bestehende Nichtwohngebäude sinkt von über 290 Kilowatt auf über 70 Kilowatt Anlagenleistung, mit einer Nachrüstfrist bis Ende 2029. Ein deutlich größerer Kreis an Bürogebäuden, Verwaltungsgebäuden und Schulen wird damit verpflichtet, Verbrauchsdaten zu erfassen, ohne die du Einsparungen bislang nur schätzen konntest.
Investierst du heute schon in Energiemonitoring für deine Heizung, handelst du wirtschaftlich vorausschauend und regulatorisch auf der sicheren Seite eines Trends, der sich klar abzeich-net.

Woher deine Daten kommen müssen
Aus der Jahresabrechnung kannst du die fehlende Auflösung nicht nachträglich herausrechnen. Sie entsteht nur, wenn Daten von Anfang an dort anfallen, wo auch geheizt wird, am einzelnen Heizkörper, in jedem Raum, zu jedem Zeitpunkt. Eine Möglichkeit das zu realisieren, bietet die IoT-Plattform better.energy.
Technisch heißt das: An jedem Heizkörper sitzt ein LoRaWAN-Thermostatkopf, der die Solltemperatur steuert und den Ventilzustand kennt. Fensterkontakte melden dir, wenn ein Fenster offensteht und die Heizung eigentlich nicht laufen sollte. Diese Informationen laufen über ein oder mehrere Gateways an eine zentrale Plattform. Dort werden sie Räumen und Gebäudeteilen zugeordnet und über die Zeit gespeichert. Erst durch diese Kette, vom einzelnen Sensor bis zur strukturierten Ablage in der Software, bekommst du eine Datenbasis, die sich nach Tag, Woche, Station oder Etage auswerten lässt.
Die folgende Tabelle zeigt dir den Unterschied in der Praxis:
| Datenquelle | Auflösung | Takt | Was du siehst |
|---|---|---|---|
| Jahresabrechnung | Gesamtes Gebäude | Einmal pro Jahr | Nur den absoluten Gesamtverbrauch |
| better.energy | Einzelne Geräte | Laufend | Gerätestatus, Feh-lermeldungen |
| better.energy – Control | Einzelner Raum | Laufend | Heizverhalten, Laufzeiten, offene Fenster |
| better.energy – Monitor | Einzelner Wärme-zähler | Stündlich | Heizverhalten, Laufzeiten, offene Fenster |
Eine automatisierte Heizkörpersteuerung wie better.energy erzeugt hilfreiche Daten bereits im Regelbetrieb, ganz ohne separates Messprojekt. Wie lange eine Anlage im Automatikbetrieb läuft, wie oft sie gegen ein offenes Fenster arbeitet, wie stark einzelne Räume vom geplanten Temperaturprofil abweichen: All das entsteht als Nebenprodukt der Steuerung selbst.
Das eigentliche Problem ist also selten, dass dir diese Daten fehlen, sobald die passende Tech-nik verbaut ist. Das Problem ist, dass sie als Rohmaterial liegen bleiben, ohne in Kennzahlen übersetzt zu werden, die du für ein internes Reporting, eine Pflegesatzverhandlung oder einen Energieaudit brauchst. An dieser Stelle reicht Sammeln allein nicht.

Genaue Wärmemengen mit better.energy – Monitor
Willst du nicht nur das Steuerungsverhalten sehen, sondern den exakten Wärmemengenverbrauch in Kilowattstunden, brauchst du mehr als die reine Steuerungsebene. Dafür gibt es das Modul better.energy – Monitor. Es erfasst die Wärmemenge über LoRaWAN-Wärmezähler und überträgt die Verbrauchsdaten stündlich an die Plattform, aufgelöst je Zähler statt nur als Jahreswert am Hauptzähler.
Ein Beispiel aus der Praxis: In einem Pflegeheimverbund mit vier Häusern reicht bereits ein Wärmezähler pro Haus, um zu sehen, welches Gebäude überproportional viel verbraucht, ohne dass du jeden einzelnen Heizkörper messen musst. Ist der Ausreißer identifiziert, kannst du gezielt dort ansetzen, statt Optimierungsmaßnahmen mit der Gießkanne über alle Häuser zu verteilen. Genau das gleiche Prinzip funktioniert in einem Hotel mit mehreren Trakten oder in einer Klinik mit mehreren Bettenstationen.
Brauchst du belastbare, in Kilowattstunden bezifferte Nachweise, etwa für ISO 50001, eine Pflegesatzverhandlung oder ein Energieaudit nach GEG, beziehungsweise künftig GModG, kommst du an dieser genauen Erfassung nicht vorbei. Willst du zuerst vor allem Verschwendung im Betriebsverhalten aufdecken, reichen dir die Steuerungsdaten aus better.energy zunächst aus. Beides lässt sich kombinieren, je nachdem, wie genau deine Datenbasis sein muss.
Von Rohdaten zu Kennzahlen: better.energy – Analyze
Damit aus deinen gesammelten Daten eine Entscheidungsgrundlage wird, bringt Betterspace im Herbst 2026 ein neues, kostenpflichtiges Zusatzmodul: better.energy – Analyze. Es arbeitet auf Basis der Daten, die better.energy laufend erfasst, und macht daraus:
- Verschwendung sichtbar: Wiederkehrende Muster wie Überheizen oder Heizen gegen offene Fenster erkennst du nicht nur als Einzelereignis, sondern als System.
- Kennzahlen statt Rohdaten: Heizstunden, überhitzte Zimmer und Laufzeit im Automatikbetrieb siehst du zentral im Dashboard, ohne manuelles Zusammenrechnen.
- Dokumentierte Maßnahmen: Deine Optimierungen werden über die Zeit nachvollziehbar, als Grundlage für interne Berichte und externe Nachweise.
- Unterstützung bei Compliance: ISO 50001 und die GEG- beziehungsweise künftigen GModG-Anforderungen verlangen den Nachweis, dass du Ineffizienzen erkennst und behebst. Genau hier liefert dir Analyze Unterstützung.
Wichtig für dich: Analyze setzt kein zusätzliches Monitor-Modul voraus. Es wertet die Daten aus, die better.energy im laufenden Betrieb ohnehin sammelt. Brauchst du zusätzlich die exakte Wärmemenge je Zähler, kannst du Monitor ergänzend nachrüsten. Sammeln und Auswerten sind zwei getrennte, aufeinander aufbauende Schritte. Eine Datengrundlage ohne Auswertung bringt dir so wenig wie eine Auswertung ohne Datengrundlage.
Was andere Betreiber schon erreicht haben
Bei der Jugendherberge moun10 zeigte eine Auswertung des Energieverbrauchs im Verhältnis zur Zimmerauslastung: Die Grundlast des Gebäudes sank von 172 auf 65 Kilowatt, mit einer zusätzlichen Ersparnis von über 3.500 Euro pro Jahr gegenüber den örtlichen Gemeindewer-ken. Im Hotel Oderberger in Berlin blieb die Energierechnung stabil, obwohl die Energiepreise im gleichen Zeitraum gestiegen sind. Bei Korian wurde über 54 Standorte hinweg eine Reduktion des Heizenergieverbrauchs von rund 25 Prozent gemessen. Bei stuub, Betreiber Black Forest Hospitality, lag die gemessene Einsparung über 18 Gebäude hinweg bei rund 40 Prozent.

Das ist auch die Grundlage dafür, dass wir mit better.energy von bis zu 35 Prozent Einsparung sprechen. Diese Zahl ist kein Versprechen für jedes Gebäude. Sie ist die obere Spanne aus genau diesen benannten Projekten. Was das für dein Gebäude bedeutet, weißt du erst, wenn du deine eigenen Daten sammelst und auswertest, nicht vorher.
Diese Werte stammen aus internen Auswertungen der jeweiligen Betreiber. Wichtig ist, was diese Zahlen nicht zeigen: Sie belegen, dass better.energy in Summe wirkt, aber nicht, welche einzelne Optimierung wie viel dazu beigetragen hat. Diese Aufschlüsselung haben die Kunden bisher mit eigenem Aufwand selbst ermittelt. Genau diese Lücke soll better.energy – Analyze in der Zukunft schließen (Der Wirkungsnachweis ist als Feature des Moduls in Planung). Nicht nur bestätigen, dass sich etwas verbessert hat, sondern zeigen, welcher Teil davon worauf zurückzuführen ist. Auch das ist Energiemonitoring der Heizung, nur eine Ebene tiefer.
Fazit: Sammle jetzt, werte später aus
Heizkosten senken ohne Datengrundlage funktioniert nicht, egal wie überzeugend die Prozentzahlen im Angebot klingen. Solange du nicht genau weißt, wo und wann wie viel Wärme verbraucht wird, und solange niemand diese Daten auswertet, bleiben Sparziele Wunschdenken. Pauschale Benchmarks helfen dir bei der ersten Einschätzung, ersetzen aber keine objektspezifische Messung in deinem eigenen Gebäude. Der Gesetzgeber macht daraus gerade eine regulatorische Pflicht, die künftig alle Gebäude mit Anlangen ab 70 kW Nennleistung betrifft.
Wer erst zur Heizperiode 2027/28 startet, hat bereits eine Heizperiode verloren, in denen sich das Verhalten des eigenen Gebäudes hätte messen und optimieren lassen. Zwei Heizperioden ohne Daten bedeuten auch zwei Heizperioden ohne belastbaren Nachweis, sei es für eine Pflegesatzverhandlung, für ein Energieaudit oder für den ISO-50001-Bericht. Fängst du dagegen jetzt an, hast du zum Start von better.energy – Analyze im Herbst 2026 bereits eine Datenbasis, mit der die Auswertung ab Tag Eins Sinn ergibt.
Dein nächster Schritt
Du nutzt better.energy bereits?
Dann liegen deine Steuerungsdaten schon vor. Trag dich jetzt für den Early Access von bet-ter.energy – Analyze ein und sichere dir drei Vorteile: früheren Zugang zum Modul ab Start im Herbst 2026, Vorabinformationen zu Funktionsumfang und Konditionen sowie einen direkten Ansprechpartner bei uns für Fragen und Feedback während der Einführung. Kein zusätzlicher Installationsaufwand, kein Wartezimmer
Du nutzt better.energy noch nicht?
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Häufig gestellte Fragen
Ein Hauptzähler zeigt dir den Gesamtverbrauch deines Gebäudes über einen Abrechnungszeitraum, mehr nicht. Du siehst weder, welcher Gebäudeteil wie viel verbraucht, noch ob eine einzelne Maßnahme gewirkt hat.
Für Optimierung und Nachweise brauchst du eine räumlich und zeitlich feinere Auflösung, entweder über die Steuerungsdaten von better.energy oder über zusätzliche Wärmezähler im Modul Monitor.
Nein. Analyze wertet die Daten aus, die better.energy im laufenden Betrieb ohnehin erfasst. Monitor ist dann sinnvoll, wenn du zusätzlich exakte Wärmemengen in Kilowattstunden brauchst, etwa für ISO 50001 oder ein Energieaudit. Beide Module lassen sich kombinieren, sind aber unabhängig voneinander nutzbar.
Die aktuelle Regelung nach § 71a GEG gilt für Nichtwohngebäude mit Heizungs-, Kühl- oder Lüftungsanlagen über 290 Kilowatt Nennleistung, seit Anfang 2025. Mit dem GModG (verabschiedet am 10. Juli 2026, Verkündung im Bundesgesetzblatt steht noch aus) sinkt diese Schwelle für bestehende Nichtwohngebäude auf über 70 Kilowatt, mit Nachrüstfrist bis Ende 2029. Damit fallen deutlich mehr Bürogebäude, Verwaltungsgebäude und Schulen in den Anwendungsbereich als bisher.
Belastbare Aussagen sollten mindestens eine vollständige Heizperiode als Datengrundlage besitzen. Startest du im Sommer 2026, hast du am Ende der Heizperiode 2026/27 die erste Datenbasis. Im darauffolgenden Winter kannst du dann zwei Perioden vergleichen und Maßnahmen belastbar bewerten. Natürlich kannst du auch innerhalb einer Heizperiode Daten vergleichen.
Quellen
- Deutscher Bundestag / Bundesregierung: Kabinett beschließt Gebäudemodernisierungsgesetz,
- energie-experten.org: Gebäudemodernisierungsgesetz: Was ändert sich im GModG?
- iwpro.de: Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) statt GEG: Was sich ändert
- BBSR GEG-Infoportal: Auslegung zu § 71a Absatz 1 GEG 2024
- dena / KEDi: Verpflichtende Gebäudeautomation in Nichtwohngebäuden (§ 71a GEG)
- Betterspace: better.energy – Analyze
- Betterspace: better.energy – Analyze Early Access
- Betterspace: Grundlast um 62 % gesenkt: Nachhaltige Energieoptimierung in der moun10 Jugendherberge in Garmisch-Partenkirchen
- Betterspace: Heizen im historischen Bestand: Wie das Hotel Oderberger Berlin das Heizen automatisiert
- Betterspace: Pflege-Großprojekt erhöht Energieeffizienz -Wie better.energy die Energieeffizienz von Korian in über 50 Pflegeeinrichtungen erhöht
- Betterspace: Intelligente Heizkörpersteuerung in stuub Apartments: Black Forest Hospitality spart rund 40 % Energie ein



















