Smarte Thermostate in Pflegeeinrichtungen: Worauf es wirklich ankommt

Ältere Frau stellt Temperatur am Heizkörperthermostat von dnt ein
  • Die besonderen Anforderungen an Komfort und Temperatur in Pflegeeinrichtungen muss bei smarter Steuerung berücksichtigt werden.
  • Für die intelligente Heizkörpersteuerung better.energy gibt es drei verschiedene Thermostat-Varianten von dnt, die für die Pflege besonders geeignet sind.
  • Smarte Thermostate übernehmen die automatische Temperaturregelung und setzen gesetzte Regeln über die Plattform better.energy um.
  • better.energy und smarte Thermostate steuern die Raumtemerpatur automatisch, eine manuelle Steuerung ist intuitiv und immer möglich.
  • Die intelligente Heizkörpersteuerung ist in Verbindung mit den smarten Funk-Thermostaten auf mehrere Gebäude skalierbar.
  • Die Installation der Hard- und Software ist einfach während des laufenden Betriebs möglich und benötigt keine baulichen Maßnahmen.

Smarte Thermostate findet man auch in Pflegeeinrichtungen. Grund dafür ist in der Regel nicht, dass sich Bewohner und Bewohnerinnen mehr smarte Geräte in ihrem Alltag wünschen, stattdessen ist das Thema Energieeffizienz hier ausschlaggebend. Du kennst die Realität im Betrieb: Hohe Energiekosten, knappe personelle Ressourcen und sehr unterschiedliche Anforderungen an die Temperatur je nach Raum, Bewohner und Nutzung. In Verbindung mit intelligenter Heizkörpersteuerung, die die Temperatur nach diesen Anforderungen anpasst und dabei noch Energie spart, werden smarte Thermostate eingesetzt. Doch besonders in Senioren- und Pflegeheimen gibt es hier einiges zu beachten.

Für die intelligente Heizkörpersteuerung better.energy – Control setzen wir bei Betterspace auf drei Thermostatvarianten für Heizkörper, abgestimmt auf die Pflege: ein steuerbares, bedienbares Thermostat (eTRV-C), ein nicht steuerbares Thermostat (eTRV) und ein Wandthermostat. Alle Thermostatarten stammen vom Hersteller dnt und sind mit better.energy – Control kompatibel sowie LoRaWAN-basiert. Was das für die Pflegeeinrichtungen bedeutet, warum diese Thermostate besonders für diese Branche geeignet sind und worauf Pflegeeinrichtungen achten sollten, erklären wir in diesem Blogbeitrag.

Über dnt Innovation GmbH

Die dnt Innovation GmbH ist Teil der ELV / eQ‑3 Unternehmensgruppe. Mit über 45 Jahren Erfahrung in der Produktentwicklung entwickelt der deutsche Hersteller hochwertige LoRaWAN‑Produkte für den professionellen Einsatz in Smart‑Building‑ und Smart‑City‑Projekten.

Die Thermostate von dnt sind speziell auf den zuverlässigen Betrieb in Bestandsgebäuden ausgelegt und lassen sich ohne Eingriff in Heizungsanlage oder IT‑Infrastruktur im laufenden Betrieb nachrüsten.

Warum smarte Thermostate im Pflegeheim besonders sinnvoll sind

Ein Pflegeheim ist kein Standardgebäude. Bewohnerzimmer, Pflegebäder, Dienstzimmer, Therapieräume, (Medikamenten-)Lager, Flure und Speisesäle brauchen unterschiedliche Temperaturen und unterschiedliche Steuerungsregeln. Mit better.energy berücksichtigen wir genau das. Regeln lassen sich für verschiedene Zonen definieren, standortübergreifend ausrollen und über ein Dashboard überwachen. Und dann gibt es die Möglichkeit, die Raumtemperatur manuell am Heizkörper einzustellen, mit smarten Thermostaten. Das sorgt für mehr Energieeffizienz ohne Komfortverlust oder Bevormundung.

Smarte Thermostate übernehmen die automatische Temperaturregelung und setzen gesetzte Regeln um. Zum Beispiel wird die Zieltemperatur in Speisesälen nachts, wenn diese nicht genutzt werden, automatisch abgesenkt oder Flure konstant auf 18 °C gehalten. Die Regeln können für einzelne Zimmer, Raumtypen (z. B. alle Büros oder alle Badezimmer) oder auch etagenübergreifend festgelegt werden.

Über die intelligente Heizkörpersteuerung better.energy – Control werden alle Einstellungen vorgenommen und überprüft. Zusätzlich werden in einem Dashboard auf einen Blick wichtige Daten angezeigt. Das System sagt also den smarten Thermostaten, was sie zu tun haben. Die LoRaWAN-Thermostate von dnt setzen diese Vorgaben präzise und zuverlässig direkt am Heizkörper um. Sie sorgen für eine konstante Regelung der Raumtemperatur und vermeiden sowohl Überhitzung als auch Auskühlung der Räume.

Die Thermostat-Hardware im Überblick: Steuerbar oder nicht steuerbar?

Damit smarte Thermostate im Pflegeheim wirklich funktionieren, muss die Hardware zu den jeweiligen Bereichen passen. Wir bieten für Pflegeeinrichtungen deshalb drei unterschiedliche Modelle an.

Das LoRaWAN-Thermostat eTRV-C ist das steuerbare Modell. Es überzeugt durch sehr robustes Design, leichte Handhabung, intuitive Temperaturverstellung über zwei Tasten und ein energieeffizientes Always-on-Display, das das Einstellen und Ablesen der Temperatur erleichtert. Dazu kommt die schnelle Montage.

Diese steuerbaren Heizkörperthermostate kommen vorrangig in Bewohnerzimmern und anderen Räumen zum Einsatz, in denen die Temperatur manuell überprüft und einstellbar sein sollte. Der Nutzer kann bei Bedarf selbst Einfluss auf ihre Wohlfühltemperatur nehmen. Besonders einfach ist die Bedienung dieser Thermostate durch die großen Plus- und Minus-Tasten.

Auf dem Display, das sich je nach Montagerichtung drehen lässt, wird die aktuelle Temperatur in großen Ziffern in 0,5-°C-Schritten angezeigt. So ist die aktuelle Temperatur aus jedem Winkel für Bewohner, Bewohnerinnen und Mitarbeitende gut einsehbar. Alternativ kann die Anzeige auch die bekannten Stufen 1 bis 5 anzeigen, wenn gewünscht.

Das LoRaWAN-Thermostat eTRV ist das nicht verstellbare Thermostat von dnt. Es ist die ideale Lösung für Räume, in denen eine Bedienung am Heizkörper nicht gewünscht ist. Das geschlossene Gehäuse verhindert Bedienung und Manipulation direkt am Thermostat. Zusätzlich sorgen Demontageschutz und ein abschließbares Batteriefach für
Sicherheit. Dank LoRaWAN-Funkverbindung ist die Batterielaufzeit des eTRV und des eTRV-C auf mehrere Jahre ausgelegt, und per Adapter passt das Thermostat an nahezu jeden Heizkörper.

Diese manipulationssicheren Heizkörperthermostate werden zum Beispiel in öffentlichen Bereichen einer Pflegeeinrichtung genutzt, wie Flure. In diesen Bereichen wird in der Regel eine feste Temperatur gewünscht, die von Bewohnern, Bewohnerinnen oder Mitarbeitenden nicht manuell verstellt werden sollte. Die Temperatur wird ausschließlich über das System better.energy Control gesteuert und hier werden auch die Temperatureinstellungen vorgenommen. Auch für diese Thermostate können verschiedene Regeln gelten, wie eine Nachtabsenkung der Temperatur.

Ein anderer Anwendungsfall der nicht bedienbaren Thermostate sind Bewohnerzimmer mit zugbauten oder schlecht erreichbaren Heizkörpern. Hier wird ein nicht bedienbares Thermostat mit einem Wandthermostat kombiniert.

Das LoRaWAN Wandthermostat ist frei im Raum platzierbar, unabhängig vom Heizkörper. Über eine Plus- und eine Minus-Taste wird die Raumtemperatur intuitiv angepasst, ähnlich wie bei dem steuerbaren Heizkörperthermostat. Das Wandthermostat dient neben der Steuerung auch als zusätzlicher Temperatur-Referenzpunkt, um die tatsächliche Raumtemperatur genauer zu messen.

Das Wandthermostat wird in Kombination mit einem – in der Regel nicht steuerbaren – Heizkörperthermostat genutzt. Das bietet sich für Heizkörper an, die zum Beispiel hinter Möbeln, schwer erreichbar oder bei denen die Ventile sehr nah am Boden sind. Die Temperatur wird dann über das Wandthermostat festgelegt. Die Kombination aus nicht bedienbarem Heizkörperthermostat und einem gut für Bewohner und oder Pflegepersonal erreichbaren Wandthermostat erleichtert die Bedienung im Alltag enorm.

Thermostate im Vergleich

Steuerbares Heizkörperthermostat eTRV-CNicht-steuerbares Heizkörperthermostat eTRVWandthermostat
Typische EinsatzorteBewohnerzimmer, Bereiche mit längerer individueller Nutzung und Räume, in denen Komfort und Selbstbestimmung im Vordergrund stehenFlure und Verkehrs-flächen, Warte- und Aufenthaltsbereiche, öffentliche oder sensible Zonen, Räume mit erhöhtem ManipulationsrisikoAlle Bereiche, in denen die Heizkörper nicht oder nur schwer erreichbar sind
Manuelle SteuerungTemperatur-Änderung über Plus- und Minus-Taste möglichKeine manuelle Steuerung am Gerät, Einstellungen über verbundene Wandthermostate möglichTemperatur-Änderung über Plus- und Minus-Taste möglich
FunktechnikLoRaWANLoRaWANLoRaWAN
MontageM30x1,5-, RA-, RAV-, und RAVL-Ventile (Adapter für viele weitere Ventile erhältlich)M30x1,5-, RA-, RAV-, und RAVL-Ventile (Adapter für viele weitere Ventile erhältlich)Schraub- und klebbar, frei im Raum platzierbar
BatterielebensdauerBis zu 4 JahreBis zu 5 JahreBis zu 5 Jahre

Warum diese Thermostate für die Pflege geeignet sind

In Pflegeeinrichtungen muss Technik robust, nachvollziehbar und alltagstauglich sein. Genau hier liegt die Stärke beider Modelle. Das bedienbare Thermostat gibt Bewohnern und Bewohnerinnen dort Selbstbestimmung, wo es sinnvoll ist: im eigenen Zimmer. Das manipulationssichere Thermostat schützt dagegen Bereiche, in denen spontane Änderungen am Gerät zu Problemen führen würden, etwa in Fluren oder öffentlich zugänglichen Zonen. So entsteht kein Entweder-Oder, sondern eine sinnvolle Kombination aus Komfort und Kontrolle.

Ein weiterer Punkt ist die Entlastung des Personals. Wenn Temperaturen zentral geregelt, Zeitprofile automatisiert und offene Fenster mithilfe von Fensterkontakten automatisch erkannt werden, muss weniger manuell eingegriffen werden. Batteriestatus und Gerätezustand der Thermostate werden zentral überwacht, sodass Wartung und Störungen erkannt werden, ohne einzelne Wohneinheiten aufsuchen zu müssen. Das spart Wege, Rückfragen und unnötige Abstimmungen im Alltag.

Warum Betterspace genau diese smarten Thermostate anbietet

Betterspace setzt bei better.energy – Control bewusst auf hochwertige Hardware namhafter Hersteller, damit Design, Funktionalität, Ästhetik und Kompatibilität zusammenpassen. Das ist für Pflegeeinrichtungen wichtig, weil die Lösung nicht nur technisch funktionieren muss, sondern auch skalierbar, wartungsarm und für Bestandsgebäude geeignet sein soll.

Dahinter steht ein klarer Praxisgedanke: Pflege- und Seniorenheime brauchen keine theoretische Smart-Building-Lösung, sondern eine, die sich im laufenden Betrieb nachrüsten, zentral steuern und über mehrere Standorte ausrollen lässt. Wir haben diese Erfahrung bereits in einigen Projekten sammeln können, wie beim Großprojekt mir Korian, bei denen die Plattform bereits in über 50 Pflegeeinrichtungen eingesetzt wird und weit über 30.000 Komponenten steuert.

Installation einfach im laufenden Betrieb

Gerade in Bestandsgebäuden ist die Installation oft der Knackpunkt. In einem Pflegeheim willst du keinen langwierigen Umbau und keine zusätzliche Belastung für Bewohner und Mitarbeitende. Die Integration von better.energy – Control ist deshalb, wenn auch für Viele auf den ersten Blick überraschend, einfach: Alte Heizkörperthermostate werden abgeschraubt, neue funkfähige Thermostate montiert und ein geeigneter Platz für das Gateway wird ausgewählt. Danach verbinden sich Thermostate und Software selbständig. Bauliche Maßnahmen und unnötige Kabelverlegung entfallen.

Das ist ein echter Vorteil für Pflegeeinrichtungen. Der Austausch der Thermostate ist ein großer Schritt, um die Lösung in Betrieb zu nehmen. Wichtig ist hier, dass better.energy auf LoRaWAN basiert. Damit funktioniert die Plattform unabhängig vom vorhandenen Netzwerk und der IT-Infrastruktur. Das erleichtert die Einführung zusätzlich und reduziert Sicherheits- und Abstimmungsthemen mit der internen IT.

Wann du steuerbare Thermostate einsetzen solltest

Steuerbare Thermostate sind immer dann sinnvoll, wenn Nutzer oder Bewohner vor Ort eine einfache Nachregelung vornehmen sollen. Das gilt vor allem für Bewohnerzimmer. Hier ist Individualität ein wichtiger Teil des Komforts. Bewohner wollen nicht das Gefühl haben, der Raum werde ausschließlich zentral „verwaltet“. Genau deshalb ist das bedienbare Thermostat mit Tasten und always-on Display in diesem Bereich sinnvoll: zentrale Steuerung im Hintergrund, aber zugleich lokale Einflussmöglichkeit im Alltag.

Typische Einsatzorte für das steuerbare Modell sind:

  • Bewohnerzimmer
  • Bereiche mit längerer individueller Nutzung
  • Räume, in denen Komfort und Selbstbestimmung im Vordergrund stehen

Wann du nicht steuerbare Thermostate einsetzen solltest

Nicht steuerbare, manipulationssichere Thermostate sind die bessere Wahl, wenn Temperaturvorgaben zuverlässig eingehalten werden sollen und eine Bedienung am Gerät nicht erwünscht ist. In Fluren, Eingangsbereichen oder sonstigen gemeinsam genutzten Zonen ist das oft die vernünftigere Lösung. Dort sollen Räume angenehm temperiert sein, aber eben nicht durch spontane Verstellung am Heizkörper aus dem Gleichgewicht geraten. Das geschlossene Gehäuse, der Demontageschutz und das abschließbare Batteriefach machen genau dafür den Unterschied.

Smarte Thermostate + better.energy im Pflegeheim: Die wichtigsten Vorteile

Die Stärke smarter Thermostate im Pflegeheim liegt nicht nur im einzelnen Gerät, sondern im Zusammenspiel aus Thermostat, Gateway und Plattform. So werden Heizkörper auf Basis von Belegungs-, Zeit- und Raumdaten automatisch gesteuert ohne zusätzlichen Aufwand für das Pflegepersonal. better.energy erkennt geöffnete Fenster und passt die Heizleistung an, und Regeln wie zentrale Temperaturgrenzen und Zeitpläne ermöglichen effizientes, komfortables Heizen. Über das Dashboard haben Verantwortliche (z. B. die Haustechnik) aktive Thermostate, aktuelle Einstellungen, Batteriestände und Geräteaktivitäten im Blick hast. Dazu kommen Statistiken und Warnhinweise, etwa wenn ein Gerät offline ist oder der Batteriestatus niedrig wird. Das spart nicht nur Zeit, sondern macht Wartung planbar und Störungen schneller sichtbar.

Fazit: Smarte Thermostate sind ein praktischer Effizienzhebel in der Pflege

Im Alltag bedeutet das für dich vor allem niedrigere Energiekosten: better.energy senkt den Energieverbrauch um bis zu 35 Prozent und gleichzeitig sorgt das System für konstante Wohlfühltemperaturen für Bewohner und Bewohnerinnen. Für das Personal bedeutet die intelligente Steuerung mit better.energy und smarten Thermostaten eine Entlastung im Alltag. Die Thermostate überzeugen schon bei der Installation durch eine einfache Umrüstung von klassischen zu smarten Thermostaten und zeigen auch im Betrieb Vorteile für Pflegeeinrichtungen, besonders beim Energiesparen und bei der Unterstützung bei CO₂-Reduktionszielen.

Wenn du Energiekosten senken, den Komfort sichern und dein Team entlasten willst, ist nicht die Frage, ob du auf smarte Thermostate setzen solltest, sondern wie du die richtige Kombination aus Software und Hardware für deine Pflegeeinrichtung auswählst. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus der better.energy Plattform und der langlebigen, professionellen Thermostat‑Hardware von dnt.

Wir liefern dafür mit better.energy, LoRaWAN-Technologie und den beiden Thermostatvarianten eine Lösung, die sich speziell für Pflegeeinrichtungen eignet und bereits im größeren Rollout erprobt ist.

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