Wärmewende

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Die Wärmewende bezeichnet den Umbau der Wärmeversorgung hin zur Klimaneutralität, also die Abkehr von fossilen Energieträgern beim Heizen und Kühlen. Sie umfasst zwei Stoßrichtungen: den Wärmebedarf durch mehr Effizienz zu senken und die verbleibende Wärme zunehmend aus erneuerbaren Quellen zu decken. Als Teil der Energiewende ist die Wärmewende ein zentrales Handlungsfeld, weil auf Wärme ein großer Teil des Energieverbrauchs und der Emissionen entfällt.

Was ist die Wärmewende?

Die Wärmewende ist der Wandel des Wärmesektors weg von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas hin zu einer klimaneutralen Versorgung. Sie ist das Pendant zur Stromwende und betrifft Heizung, Warmwasser und Prozesswärme in Gebäuden und Industrie. Zwei Hebel greifen dabei ineinander: die Senkung des Wärmebedarfs durch Effizienzmaßnahmen und die Umstellung der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Quellen wie Wärmepumpen, Solarthermie oder klimafreundliche Fernwärme. Ohne beide Hebel zugleich sind die Klimaziele im Gebäudebereich nicht erreichbar.

Warum ist die Wärmewende so wichtig?

Auf die Bereitstellung von Wärme entfällt ein erheblicher Teil des Endenergieverbrauchs, und im Gebäudebereich stammen die meisten Emissionen aus Heizung und Warmwasser. In privaten Haushalten wird der Großteil des Energiebedarfs für Heizen und Warmwasser aufgewendet, in vielen Nichtwohngebäuden ist der Anteil ähnlich hoch. Solange dieser Bedarf überwiegend fossil gedeckt wird, bleibt der Gebäudesektor ein großer Verursacher von Treibhausgasen. Die Wärmewende setzt genau an diesem Punkt an und ist damit entscheidend für das Erreichen der Klimaziele.

Welche Rolle spielen Effizienz und Steuerung in der Wärmewende?

Effizienz ist der erste und oft wirtschaftlichste Hebel der Wärmewende, weil eingesparte Wärme weder erzeugt noch bezahlt werden muss. Eine intelligente Heizungssteuerung senkt den Verbrauch, indem sie Räume bedarfsgerecht temperiert und ungenutzte Bereiche absenkt, ganz ohne Eingriff in die Bausubstanz. Ein Energiemonitoring macht sichtbar, wo Wärme verloren geht, und liefert die Datengrundlage für weitere Schritte. Gerade im Gebäudebestand lässt sich so kurzfristig viel erreichen, während die Umstellung der Erzeugung auf erneuerbare Quellen schrittweise folgt. Effizienz und erneuerbare Wärme ergänzen sich in der Wärmewende.