EMAS

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EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme und ist ein von der Europäischen Union entwickeltes Umweltmanagementsystem, mit dem Organisationen ihre Umweltleistung systematisch erfassen, dokumentieren und fortlaufend verbessern. Es baut auf der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 auf und geht mit zusätzlichen Anforderungen darüber hinaus, etwa einer regelmäßig geprüften Umwelterklärung. Im deutschen Energieeffizienzgesetz ist es eine der beiden anerkannten Formen, mit denen Unternehmen ihre Pflicht zu einem Managementsystem erfüllen können.

Was ist EMAS?

EMAS ist ein Umweltmanagementsystem, das die Europäische Union geschaffen hat, um Organisationen bei der systematischen Verbesserung ihrer Umweltleistung zu unterstützen. Anders als ein reines Energiemanagement betrachtet es alle wesentlichen Umweltaspekte eines Betriebs, von der Energie- und Materialnutzung über Wasser und Luft bis zur biologischen Vielfalt.

Teilnehmende Organisationen werden nach erfolgreicher Prüfung durch einen zugelassenen Umweltgutachter in ein öffentliches Register eingetragen. Es gilt als anspruchsvolles System, weil es über die Anforderungen der ISO 14001 hinausgeht und eine validierte, öffentlich zugängliche Umwelterklärung verlangt.

Wie unterscheidet sich EMAS von ISO 50001?

ISO 50001 ist ein reines Energiemanagementsystem, das den Energieverbrauch in den Mittelpunkt stellt. EMAS ist ein umfassenderes Umweltmanagementsystem, das die Energie als einen von mehreren Umweltaspekten behandelt. In der Praxis überschneiden sich beide stark: Wer Umweltmanagementsystem betreibt und dabei die Energienutzung als bedeutenden Umweltaspekt führt, deckt einen Großteil der Anforderungen der ISO 50001 bereits mit ab.

Für Organisationen, die ohnehin ein breites Umweltmanagement aufbauen wollen, ist es deshalb der weitergehende Weg, während ISO 50001 der fokussierte Weg für das reine Energiethema ist.

Welche Rolle spielt EMAS im Energieeffizienzgesetz?

Das Energieeffizienzgesetz verpflichtet Unternehmen ab einem bestimmten Jahresverbrauch, ein Energie- oder Umweltmanagementsystem zu betreiben. Als anerkannte Formen nennt das Gesetz ausdrücklich ISO 50001 und EMAS, sodass ein Unternehmen seine Pflicht wahlweise mit dem einen oder dem anderen System erfüllen kann. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob nur die Energieeffizienz oder ein breiteres Umweltmanagement im Fokus steht.

Die genauen Verbrauchsschwellen und Fristen sollten am aktuellen Gesetzestext geprüft werden, zumal zum Redaktionsstand eine Novelle des Energieeffizienzgesetzes im Gesetzgebungsverfahren war.

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