CAFM steht für Computer-Aided Facility Management und bezeichnet Software zur digitalen Unterstützung des Gebäudemanagements, von der Flächen- und Wartungsverwaltung bis zur Dokumentation technischer Anlagen.
Sie bündelt Gebäudedaten an einer Stelle und ist für viele Facility Manager die zentrale Informationsbasis für den laufenden Betrieb. Der Begriff bezeichnet sowohl die Software selbst als auch die dahinterstehende Methode, den Gebäudebetrieb datenbasiert zu steuern.
Was ist CAFM?
CAFM ist ein computergestütztes System, das alle relevanten Informationen zu einem Gebäude digital abbildet und verwaltet. Dazu zählen Flächen, technische Anlagen, Wartungstermine, Verträge, Störungsmeldungen und Betriebskosten. Statt Informationen in verstreuten Tabellen und Ordnern zu halten, führt ein Computer-Aided Facility Management-System sie in einer Datenbank zusammen und macht sie auswertbar. In größeren Organisationen mit mehreren Standorten ist es damit ein wichtiges Werkzeug, um den Überblick über den Gebäudebestand zu behalten.
Wofür nutzen Facility Manager ein CAFM-System?
Facility Manager nutzen Computer-Aided Facility Management, um Betrieb und Instandhaltung eines Gebäudes zu planen und nachvollziehbar zu dokumentieren. Das System zeigt, welche Anlage wann gewartet werden muss, wo Flächen wie genutzt werden und welche Kosten entstehen. Damit werden Entscheidungen auf Datenbasis statt aus dem Bauchgefühl getroffen. Auch gesetzliche Prüf- und Dokumentationspflichten lassen sich über ein CAFM-System strukturiert nachhalten, was bei Audits und Nachweisen Zeit spart.
Wie hängen Computer-Aided Facility Management und Energiemonitoring zusammen?
Steuerungs- und Energielösungen liefern laufend Verbrauchs- und Zustandsdaten. Über offene Schnittstellen lassen sich diese Daten in ein CAFM-System einspeisen, sodass der Energieverbrauch dort neben Wartung und Flächenmanagement sichtbar wird. So entsteht ein vollständigeres Bild des Gebäudebetriebs, in dem Energie nicht isoliert betrachtet, sondern mit anderen Betriebsdaten verknüpft wird. Voraussetzung dafür sind Systeme, die ihre Daten über Schnittstellen wie eine REST-API oder Open API bereitstellen.
Was unterscheidet ein CAFM-System von einer IoT-Plattform?
Beide verwalten Gebäudedaten, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Ein Computer-Aided Facility Management-System ist auf das kaufmännische und organisatorische Management ausgerichtet, also auf Flächen, Wartung, Verträge und Dokumentation. Eine IoT-Plattform steuert dagegen in Echtzeit vernetzte Geräte und verarbeitet deren Messdaten. In der Praxis ergänzen sie sich: Die IoT-Plattform liefert laufende Verbrauchs- und Zustandsdaten, das CAFM-System bettet diese in den organisatorischen Gebäudebetrieb ein. Über offene Schnittstellen lassen sich beide Welten verbinden, sodass technische Messwerte und kaufmännische Verwaltung nicht getrennt nebeneinander stehen.
Verwandte Begriffe
Quellen und weiterführende Informationen:
- Betterspace: Schnittstellen für mehr Effizienz und Vernetzung
- Betterspace: better.energy im Überblick
- German Facility Management Association (GEFMA): Stichwort CAFM



















