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Kurz zusammengefasst: Die wichtigsten Erkenntnisse der 20 Trends 2026
- Gebäude unterliegen 2026 noch stärker der Daten- und Nachweispflicht: EPBD/CSRD/ESG machen Energie- und Gebäudedaten „prüfungsrelevant“ – ohne automatisierte Datenerfassung wird’s unnötig teuer und fehleranfällig.
- Die EPBD setzt klaren Zeitdruck: Bis 2030 müssen die energetisch schlechtesten 16 %, bis 2033 die schlechtesten 26 % der Nichtwohngebäude verbessert werden (national umzusetzen bis 2026).
- Belegungsabhängige Regelung ist der pragmatische „Soforthebel“: In Projekten werden von 20–35 % Heizenergie Einsparung berichtet – ohne Komfortkampf „Mitarbeitende vs. Energie“.
- „Retrofit first“ gewinnt, weil schnelle Effekte ohne Umbau möglich sind: kurzfristig 15–30 % Wärmeenergie-Einsparung werden als erreichbar beschrieben – ideal, um Zeit bis 2030/2033 zu gewinnen.
- Branchenlogik entscheidet: Hotel = Nachhaltigkeit als Sales-Faktor, Pflege = Hitzeschutz & Entlastung, Büro = New Work, Komfort-Zertifikate, Nebenkosten-Transparenz.
ESG steht für Environmental, Social, Governance und beschreibt, nach welchen Nachhaltigkeitskriterien Unternehmen und Immobilien zunehmend bewertet werden. Für dich als Betreiber/Eigentümer bedeutet das vor allem: Energieverbrauch, Emissionen, Risiken (z. B. Klimarisiken) und Governance-Prozesse werden mess- und vergleichbar gemacht – intern für Entscheidungen und extern für Banken, Investoren, Kunden und öffentliche Auftraggeber.
Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) ist eine EU-Richtlinie, die die Nachhaltigkeitsberichterstattung stark ausweitet und standardisiert. Viele Unternehmen müssen künftig nach ESRS-Standards berichten – inklusive belastbarer Daten zu Energie, Emissionen, Klimarisiken und teils auch zur Wertschöpfungskette. Auch wenn dein Unternehmen nicht direkt berichtspflichtig ist, kannst du indirekt betroffen sein, weil größere Kunden, Eigentümer, Investoren oder öffentliche Auftraggeber Daten von dir anfordern (z. B. für deren Berichtspflichten).
Die EPBD (Energy Performance of Buildings Directive) ist die EU-Gebäuderichtlinie. Sie setzt den Rahmen dafür, wie Mitgliedstaaten die Energieeffizienz von Gebäuden verbessern müssen – u. a. über Mindeststandards, Renovierungspfade und Anforderungen an Gebäudedaten/Transparenz. Für Nichtwohngebäude ist besonders relevant, dass die energetisch schlechtesten Teile des Bestands schrittweise verbessert werden sollen (typischerweise entlang der nationalen Umsetzung).
Warum die Themen Nachhaltigkeit, Energieverbauch und Digitalisierung 2026 nicht mehr „nice-to-have“ sind
Wenn du Hotels, Pflegeheime oder Bürogebäude betreibst, kennst du das Spiel: Komfort muss stimmen, Budgets sind eng, Technikteams sind knapp – und trotzdem soll alles „nachhaltiger“ werden. Der Punkt ist: Ab 2026 wird Energieeffizienz, Digitalisierung und Dekarbonisierung nicht mehr nebenbei entschieden, sondern wird Teil deiner wirtschaftlichen Steuerung. Dieser Blog ordnet das bewusst in drei Ebenen: erst Rahmenbedingungen, dann übergreifende Trends und zum Schluss branchenspezifische Konsequenzen.
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Das prägt den wirtschaftlichen Betrieb von Nichtwohngebäuden: 20 Trends inkl. Hintergründen und Zahlen, Daten & Fakten
Rahmenbedingungen & Handlungsdruck 2026
Regulierung: Daten werden Pflicht
Die Stoßrichtung ist klar: Mehr Transparenz, mehr Governance, mehr Nachweise rund um Energie, Emissionen und Gebäudeperformance. Für Nichtwohngebäude kommt dazu der EPBD-Pfad mit Mindeststandards und damit echte Stichtage statt freiwilliger Programme.
Was das für dich heißt:
- Energie- und Gebäudedaten werden prüfungsrelevant.
- Ohne automatisiertes Monitoring entstehen manuelle Daueraufwände und typische Excel-Risiken.
- Schlechte Effizienz kann den Immobilienwert, die Finanzierbarkeit und die Vermietbarkeit beeinträchtigen.
Energiepreis- und Kostendruck: Volatilität bleibt
Auch wenn sich Märkte entspannen: Für energieintensive Nichtwohngebäude wird aktives Energiemanagement zur Voraussetzung für stabile Betriebskosten, denn die Preise für Gas, Strom, Öl und Fernwärme sind weiterhin sehr volatil. Ein besonders greifbares Beispiel: In typischen Pflegeheimen entfallen etwa 75 % des Energieverbrauchs auf Heizung und Warmwasser. Selbst wenn Preise nur leicht schwanken, hat dies schnell große Auswirkungen auf die Betriebskosten.
Fachkräftemangel: Mehr Komplexität, weniger Hände
Technische Leiter, Haustechnik-Teams und Facility Manager werden knapper – während Reporting und Technik komplexer werden. Ohne Automatisierung bzw. Standardisierung steigt das Risiko für ineffizienten Betrieb und Regelverstöße.
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Übergreifende Trends im Energiemanagement von Nichtwohngebäuden
Hier geht es um die Bausteine, die du unabhängig von der Branche wiederfindest.

Trend 1: Regulatorischer Druck & Mindeststandards
Mindestenergie-Standards für Nichtwohngebäude laut der EU-Gebäuderichtlinie machen energetisch schlechte Gebäude zu einem echten Risiko – sie verlieren Wert, Förderfähigkeit und Vermietbarkeit, wenn nicht aktiv saniert wird. Praktisch heißt das: Gebäude werden künftig nicht mehr nur über Lage und Nutzung, sondern auch über Energiekennwerte, CO₂-Intensität und Dekarbonisierungspfad verwaltet. Deswegen gehören der regulatorische Druck und die Einhaltung der Mindeststandards zu den Trends 2026, die den Betrieb und die Haltung von Nichtwohngebäuden beeinflussen.
Trend 2: IoT- und Plattform-basierte Smart Buildings
Statt vieler Insellösungen entwickeln sich Nichtwohngebäude zu IoT- und Plattform-basierten Smart Buildings. Energiemanagement, Komfort und technische Anlagen werden über eine zentrale Plattform orchestriert. Da die Zahl vernetzter Geräte in Gebäuden rasant wächst, angefangen bei smarten Thermostaten, Wärmemengenzählern, über PV-Wechselrichter, Ladepunkte hin zu Lüftungsgeräten, sind IoT-Plattformen einer der Trends 2026 im Gebäudemanagement. Denn ohne Plattform entsteht ein „Wildwuchs“ an Apps und Portalen – schwer zu betreiben und kaum integrierbar.
Trend 3: KI und adaptive Heizungs- & Klimasteuerung
KI-gestützte Systeme lernen aus historischen Daten, Wetterprognosen und Belegung, wie sich dein Gebäude verhält – und regeln Heizung und Kühlung adaptiv statt mit starren Zeitprogrammen. So sinken Verbräuche, ohne dass du Komfort opfern musst. In der Praxis hat sich ein Stufenmodell etabliert:
- Transparenz über Verbräuche und Temperaturen z. B. mit better.energy – Monitor
- Regelbasierte Automatisierung auf Raum- und Zonenebene z. B. Heizkörpersteuerung, Fenster-Offen-Erkennung mit better.energy
- KI-gestützte Optimierung auf Anlagen- und Systemebene, die die Daten der Plattform nutzt
So kannst du mit überschaubarem Risiko starten und später KI-Module ergänzen, die auf den bereits vorhandenen Daten und Schnittstellen aufsetzen.
Trend 4: Belegungsabhängige Regelung & neue Nutzungsmuster
Der stärkste „No-Brainer“-Trend, weil er Prozess und Technik verbindet: Du regelst nach tatsächlicher Nutzung statt nach starren Zeitprogrammen. Hybrid Work, variable Bettenauslastung und flexible Raumkonzepte machen starre Zeitprogramme ineffizient. Eine Verbindung von Heizkörpersteuerung via Open API zur Belegungssoftware, bspw. Property Management Software oder Computer-Aided Facility Management-Systemen, ermöglicht nutzungsbasierte Regelung der Temperaturen. Die belegungsabhängige Steuerung reduziert damit den Wärmemengenverbrauch, ohne dabei den Komfort der Nutzer aus den Augen zu verlieren.
Trend 5: Datengetriebenes ESG- & CSRD-Reporting
Wer Reporting ab 2026 ernsthaft betreiben will, braucht standardisierte KPIs und exportfähige Daten z. B. kWh/m² oder kWh pro Nutzungseinheit. Sonst wirst du jedes Jahr wieder Daten „zusammentragen“ – und jedes Jahr wieder diskutieren, warum Zahlen nicht zusammenpassen. Weil die Reporting-Anforderungen nicht weniger, sondern immer mehr werden – und Unternehmen ohne digitale Datenbasis viel Zeit mit manueller Datensammlung verbringen, gehört dieses Thema zu den Trends 2026 für den effizienten Betrieb von Nichtwohngebäuden.
Trend 6: Retrofit first – Effizienz ohne Umbau
Das ist die Realität in Bestandsportfolios: Viele Gebäude sind 30, 40 oder mehr Jahre alt. Eine Vollsanierung ist teuer und schwer im laufenden Betrieb möglich. Retrofit hingegen, also der Einbau digitaler Thermostate, Zähler oder Gateways, die Nutzung von IoT-Plattform sowie die belegungsoptimierte Regelung der Temperaturen, liefern kurzfristig Wirkung und verschaffen dir Luft für die großen Investitionen. Weil sich mit solchen geringinvasiven Maßnahmen Einsparungen von bis zu 35 % erreichen lassen, oft mit Amortisationszeiten unter drei Jahren, zählen sie zu den Trends 2026 im Bereich Energie.

Trend 7: Flexible Wärmesysteme & Sektorkopplung
Weil Strom aus erneuerbaren Quellen eine immer größere Rolle spielt und Wärmepumpen als Schlüsseltechnologie der Dekarbonisierung gelten, gehören Sektorkopplung und flexible Wärmesysteme zu den Trends 2026. Die Folge: Wärme wird stärker stromgeführt, und durch Sektorkopplung (Strom, Wärme, Mobilität) entstehen neue Optimierungsmöglichkeiten – aber auch Komplexität.
Trend 8: Förderung & Finanzierung
2026 wird ein Förderungs-Check zum Pflichtprozess: Vor der Beauftragung von neuer Energiespar-Technik sollte immer geprüft werden, ob es Zuschüsse und zinsgünstige Kredite gibt, die bei der Investition finanziell unterstützen. Auch Contracting sollte hierbei nicht aus dem Blick verloren werden. Ein Dienstleister übernimmt Planung, Finanzierung und Betrieb von Effizienz-Maßnahmen – die Einrichtung zahlt aus den erzielten Einsparungen. Wer diese Möglichkeiten nicht strukturiert, verschenkt Budgets und Geschwindigkeit.
Trend 9: Gebäude als Prosumer (PV, Speicher, Eigenverbrauch)
PV-Anlagen auf Dächern, Fassaden oder Parkplätzen sind längst Standardideen, werden ab 2026 aber zunehmend zum integralen Bestandteil von Energiemanagement-Konzepten. – inklusive Prognosen, Lastverschiebung und Abrechnung insbesondere bei mehreren Nutzern oder Mietern. Weil PV wirtschaftlich attraktiv ist, regulatorische Hürden für Eigenverbrauch sinken und Strompreise hoch sind, zählt dies definitiv zu den Trends 2026.
Trend 10: Fachkräftemangel & neue Rollen
Weil die bisherigen Rollen, also die klassische Haustechnik, die Vielzahl neuer Themen nicht mehr alleine abdecken kann, müssen Unternehmen hier umdenken. Viele Organisationen bündeln Energie, Nachhaltigkeit und Technik in neuen Funktionen und das wird 2026 eine immer wichtigere Rolle spielen. Energy Manager, ESG Data Steward, Digital Facility Manager: Entscheidend ist, dass du Verantwortlichkeiten definierst – sonst bleibt Energiemanagement Stückwerk.
| Baustein | Ziel | Typische Datenquelle | Ergebnis im Betrieb |
|---|---|---|---|
| Monitoring (Zähler/Sensorik) | Transparenz & Nachweis | Wärme-/Strom-zähler, Raumklima | KPI-fähige Datenbasis |
| Regelbasierte Automatisierung | Sofort-Einsparung | Thermostate, Fensterkontakte, Zeitprofile | Weniger manuelle Eingriffe |
| Belegungslogik | Nutzung ≠ Zeitplan | PMS / Belegung / Buchung / Zutritt | Komfort bei weniger Verbrauch |
| Reporting-Export | ESG/CSRD-fähig | Plattformdaten | Prüfbare, wiederholbare Reports |
| Roadmap bis 2033 | EPBD-sicher priorisieren | Portfolioanalyse | Investitions-sicherheit |
Trends 2026 für Hotels

Trend 11: Sichtbare Nachhaltigkeit als Verkaufsargument
Nachhaltigkeit ist in der Hotellerie vom „Zusatzargument“ zum Auswahlkriterium geworden – gerade im Corporate- und MICE-Geschäft. Ohne belastbare Kennzahlen werden Ausschreibungen, Portale und Direktvertrieb schwieriger. Der Trend entsteht, weil ESG- und CSRD-Pflichten großer Unternehmen bis in die Lieferkette durchschlagen: Übernachtungen erscheinen als Emissionsposition in Scope-3-Reports, und Einkaufsteams vergleichen Hotels anhand von Kennzahlen. Wer hier belastbare Energie- und Emissionsdaten vorweisen kann, ist klar im Vorteil. Damit rücken Hotels in den Fokus, die nicht nur allgemein „grün“ erscheinen, sondern konkrete Daten liefern können.
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Trend 12: „Sustainable Guest Journey“ statt nur „grünes Zimmer“
Die Gäste-Reise – von der Buchung bis zur Abreise – wird immer stärker digital: Online-Buchung, Pre-Check-in, mobile Keys, digitale Kommunikation im Haus. Die Digitalisierung erzeugt nicht nur Komfort für den Gast, sondern liefert auch Daten, die für das Energiemanagement wertvoll sind. Der Trend zur „Sustainable Guest Journey“ bedeutet in diesem Kontext: Energie wird entlang dieser digitalen Touchpoints gesteuert, statt starr nach Uhrzeit oder pauschalen Blockzeiten. Dieser Ansatz verknüpft Digitalisierung der Prozesse mit Digitalisierung der Energieflüsse. Die Guest Journey ist damit nicht nur nachhaltiger im Gefühl im Sinne von „wir sind ein grünes Hotel“, sondern messbar effizienter im Betrieb.
Trend 13: Labels & Corporate Travel Policies
Viele Hotels streben Nachhaltigkeitslabels an, um ihre Position auf dem Markt auszubauen. Gleichzeitig verschärfen große Unternehmen ihre Corporate Travel Policies: Sie suchen bevorzugt Hotels mit klaren ESG-Profilen und Nachweisen zu Energie, Wasser und Emissionen.
Dieser Trend entsteht, weil Unternehmen ihre eigenen ESG- und CSRD-Verpflichtungen auf die Lieferkette ausweiten. Übernachtungen sind Teil der Emissionen aus Geschäftsreisen, die künftig genauer ausgewiesen werden müssen. Energiemanagement-Systeme erleichtern diese Nachweise, indem sie Kennzahlen automatisch bereitstellen und als Report exportierbar machen. So sparst du im Zertifizierungsprozess Zeit und kannst auf Anfragen von Firmenkunden schnell reagieren.
Trends 2026 für Pflegeeinrichtungen

Trend 14: Hitzeschutz & thermischer Komfort als Gesundheitsfaktor
Hier wird’s sehr konkret: Raumtemperaturen über ca. 26–27 °C führen bei vielen Pflegebedürftigen zu spürbarer Mehrbelastung; thermischer Komfort ist damit medizinisch relevant. Zunehmende Hitzewellen machen Raumtemperaturen in Pflegeeinrichtungen zu einem relevanten Gesundheits- und Qualitätsfaktor. Temperatur- und Hitzeschutzkonzepte werden Teil von Qualitätsdiskussionen, internen Richtlinien und Risikobetrachtungen. Konsequenz: Monitoring von Temperatur-/Feuchteverläufen und Identifikation kritischer Zonen (Dachgeschoss, Südfassade, verglaste Aufenthaltsräume) wird Managementaufgabe, nicht Bauchgefühl.
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Trend 15:Vereinfachung der Technik für überlastetes Personal
Pflegekräfte und technische Dienste arbeiten unter hohem Zeitdruck. Dieser Trend zur Vereinfachung setzt sich fort, weil der aktuelle Fachkräftemangel in Pflege und Technik nicht kurzfristig verschwinden wird. Einrichtungen suchen nach Lösungen, die im Hintergrund laufen, Personal entlasten und trotzdem Energie sparen. Sonst werden die Energiespar-Systeme im Alltag entweder falsch genutzt oder gar nicht.
Trend 16: Klimaresilienz als Qualitäts- und Standortfaktor
Klimaresilienz bedeutet, dass eine Einrichtung auch bei Hitze, Kälte oder Versorgungsstörungen z. B. Netzausfall, Brennstoffengpass handlungsfähig bleibt. In Zeiten zunehmender Extremwetterereignisse und Energiepreisrisiken wird diese Fähigkeit sichtbarer und relevanter. Der Trend entsteht, weil Träger, Investoren und Öffentlichkeit genauer hinschauen: Wie robust sind Gebäude? Welche Vorkehrungen gibt es? Wie wird mit Extremereignissen umgegangen? Einrichtungen mit einem klaren Klimaresilienz-Konzept können sich abheben und argumentieren z. B. bei Standortentscheidungen oder Investitionsgesprächen besser.
Trend 17: Pflegesätze unter Druck: Effizienz als Antwort auf steigende Kosten
Pflegeeinrichtungen bewegen sich wirtschaftlich auf einem engen Korridor. Auf der Kostenseite stehen Personalkosten, Sachkosten und der Investitionsbedarf. Und auf der Erlösseite die Pflegesätze, welche mit Kostenträgern und Sozialhilfeträgern verhandelt werden. Wenn Pflegeheime nicht an der Versorgungsqualität sparen wollen, bleibt ihnen nur die Einsparung der Betriebskosten. Digitale Energiemanagementlösungen ermöglichen kurzfristig wirksame Einsparungen, eine klare Quantifizierung der Einsparungen und diese können für Entgeltverhandlungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen genutzt werden. Damit lässt sich das Thema Energieeffizienz direkt mit den Pflegesätzen verbinden.
Trends 2026 für Bürogebäude

Trend 18: Flächenreduktion & Umnutzung durch New Work
Büros werden seltener und anders genutzt, während viele Anlagen weiterhin nach Vollbelegungslogik laufen. Energiemanagement muss stärker an tatsächliche Nutzung und Belegung statt an starre Zeiten gekoppelt werden. Von „8–18 Uhr, alles heizen“ ist 2026 ein absolutes No-Go. New Work als Trend beeinflusst damit den wirtschaftlichen Betrieb von Bürogebäuden erheblich.
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Trend 19: Zertifizierungen & Wohlbefinden
Unternehmen kämpfen um Fachkräfte und nutzen ihre Büroflächen als Teil der Arbeitgebermarke. Internationale Zertifizierungssysteme wie WELL, DGNB oder LEED bewerten deshalb nicht nur Energieeffizienz, sondern unter anderem auch den thermischen Komfort, Raumluftqualität, Lichtverhältnisse und die Nutzerzufriedenheit. Dieser Trend treibt Energiemanagement in eine Doppelrolle: Einerseits sollen Verbräuche und Emissionen sinken, andererseits müssen Komfortwerte dokumentiert und eingehalten werden.
Trend 20: Nebenkosten-Transparenz für Mieter & Fachbereiche
In Multi-Tenant-Objekten und Campusstrukturen ist die Nutzung von Wärme heterogener und Kostenfairness wird zum Streitpunkt. Parallel steigt in vielen Organisationen der Wunsch, Fachbereiche stärker für ihre Energiekosten zu sensibilisieren. Dazu braucht es verursachungsgerechte Verbräuche und verständliche Auswertungen. Dieser Trend zur Nebenkosten-Transparenz führt dazu, dass Submetering und digitale Energiemessung an Bedeutung gewinnen.
Fazit: Dein 2026-Spielplan ohne Aktionismus, aber mit Wirkung

Die Trends laufen auf einen Nenner hinaus: Vom Schätzen zum Messen. Vom Reagieren zum Steuern. Dafür brauchst du keine Vollsanierung „auf Zuruf“, sondern ein Stufenmodell:
- Transparenz schaffen (Zähler/Sensorik, KPIs)
- Regelung digitalisieren (Automatisierung, Belegung, klare Komfortgrenzen)
- Optimieren & integrieren (Schnittstellen, optional KI, Prosumer-Logik)
- Strategisch planen (Roadmap bis 2030, Förder-/Finanzierungslogik, Rollen/Owner)
Wenn du das 2026 sauber aufsetzt, bist du 2030 nicht im Krisenmodus, sondern im Steuerungsmodus – und genau das ist am Ende die wirtschaftlichste Form von Nachhaltigkeit.
Du möchtest mehr dazu erfahren?
Quellen:
- Europäisches Parlament / Rat der Europäischen Union, Directive (EU) 2024/1275 of the European Parliament and of the Council of 24 April 2024 on the energy performance of buildings (recast), 24.04.2024.
- Europäisches Parlament / Rat der Europäischen Union, Richtlinie (EU) 2022/2464 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive – CSRD), 14.12.2022.
- Europäische Kommission, Commission Delegated Regulation (EU) 2023/2772 of 31 July 2023 supplementing Directive 2013/34/EU as regards sustainability reporting standards (European Sustainability Reporting Standards – ESRS), 31.07.2023.
- Umweltbundesamt, Umweltberichterstattung – CSR-Richtlinie (CSRD) und Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, 2023.
- EFRAG, EFRAG welcomes the adoption of the Delegated Act on the first set of European Sustainability Reporting Standards (ESRS) by the European Commission, 31.07.2023.
- BfEE – Bundesstelle für Energieeffizienz, EU-Gebäuderichtlinie: EU-Richtlinie 2024/1275 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Neufassung), 24.04.2024.
- energie-m, Novelle der Gebäuderichtlinie EPBD 2024 – Richtlinie (EU) 2024/1275, 2024.
- Reuters, EU Parliament approves law to make buildings more energy efficient, 12.03.2024.
- Europäische Umweltagentur (EEA), Greenhouse gas emissions from energy use in buildings in Europe, 06.11.2025.
- Europäische Umweltagentur (EEA), Trends and Projections in Europe 2024, 31.10.2024.
- Europäische Kommission, Reducing emissions – Buildings are responsible for around 40% of the EU’s energy consumption and 35% of energy-related greenhouse gas emissions, 2023.
- Nicolai, Sofia / Münchmeyer, Max, Electrification of Buildings and Data (Florence School of Regulation), 17.07.2025.
- International Energy Agency (IEA), Energy Efficiency 2025 – Buildings, 2025.
- International Energy Agency (IEA), Buildings – Energy System (Sektorprofil Gebäude), 2023.
- International Energy Agency (IEA), Breakthrough Agenda Report 2024 – Buildings, 2024.
- BPIE – Buildings Performance Institute Europe, EU Buildings Climate Tracker – 3rd edition, 2024.
- IEA Technology Collaboration Programme on Energy in Buildings and Communities (EBC), Annual Report 2023, 2023.
- Fisk, William J., Health and Productivity Gains from Better Indoor Environments and Their Relationship with Building Energy Efficiency, Annual Review of Energy and the Environment, 11.2000.
- Wargocki, Pawel / Seppänen, Olli (Hrsg.) / Andersson, Johnny / Boestra, Atze / Clements-Croome, Derek / Fitzner, Klaus / Hanssen, Sten Olaf, Indoor Climate and Productivity in Offices: How to Integrate Productivity in Life Cycle Costs Analysis of Building Services (REHVA Guidebook No. 6), 01.2006.
- Seppänen, Olli / Fisk, William J. / Lei, Q. H., Effect of Temperature on Task Performance in Office Environment, Cold Climate HVAC Conference, Moskau, 21.–24.05.2006.
- MacNaughton, Piers / Satish, Usha / Laurent, Jose G. C. / Flanigan, Skye / Vallarino, Jose / Coull, Brent / Spengler, John D. / Allen, Joseph G., The Impact of Working in a Green Certified Building on Cognitive Function and Health, Building and Environment, 24.11.2016.
- Harvard T.H. Chan School of Public Health, The COGfx Study – Cognitive Function and Human Performance in Green Buildings (Study 1–3), 2015–2017.
- Harvard T.H. Chan School of Public Health, Impacts of Indoor Air Quality on Cognitive Function, 2021.
- Center of Excellence in Environmental Health & Engineering (Syracuse University), The Impact of Green Buildings on Cognitive Function, 2015.
- CBRE, 2023–2024 CBRE Global Workplace & Occupancy Insights, 26.01.2024.
- CBRE, 2024–2025 Global Workplace & Occupancy Insights, 2025.
- CBRE, Workplace & Occupancy Management Technology in 2024, 2024.
- LoRa Alliance, LoRa Alliance® Issues 2023 Annual Report Highlighting LoRaWAN® Maturity, Robust Adoption and Diversity of End-to-End Solutions, 30.01.2024.
- Microwave Journal, LoRa Alliance® Issues 2023 Annual Report – Update on LoRaWAN Deployments and Certification, 2024.
- IOT Insider, LoRa Alliance releases 2023 annual report on growth and industry impact, 2024.(Diese Quellen untermauern die Aussagen zum Wachstum von LoRaWAN in Smart Buildings und zu IoT-basierten Energiemanagement-Lösungen.
- Europäische Kommission, Commission Delegated Regulation (EU) 2023/2772 supplementing Directive 2013/34/EU as regards sustainability reporting standards, 31.07.2023.
- EFRAG, Press release – EFRAG welcomes the adoption of the Delegated Act on the first set of European Sustainability Reporting Standards (ESRS) by the European Commission, 31.07.2023.
- ESG Today, EFRAG Releases Simplified European Sustainability Reporting Standards, 2025.




















