Hotel Obermaier: Sechs Generationen Gastfreundschaft & smarte Heizungssteuerung für den Altbau

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Wie das Hotel Obermaier mit better.energy den unkontrollierten Energieverbrauch in 53 Altbau-Zimmern in den Griff bekam, ohne Komplettsanierung und externe Handwerker.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Herausforderung: Unkontrollierter Energieverbrauch in 53 Altbau-Zimmern – analoge Stufenthermostate ermöglichten es Gästen, auf Maximum zu heizen und so abzureisen.
  • Lösung: Smarte Heizkörpersteuerung better.energy mit direkter PMS-Anbindung an Mews (früher HS3) – vermittelt durch die Deutsche Telekom.
  • Installation: 53 Zimmer in 2 Tagen – eigenständig durch den Juniorchef, ohne Bautätigkeit oder externe Handwerker.
  • Ergebnis: Spürbar verbessertes Raumklima, vollautomatische Leerstandsregelung und ein Einsparpotenzial von bis zu 35 % – zu einem Bruchteil der Kosten einer Heizungssanierung.

Sechs Generationen, ein Altbau und eine unbequeme Wahrheit

Das Hotel Obermaier existiert seit 1863 und trägt diese Geschichte sichtbar in seinen Mauern. 123 Zimmer umfasst das Haus heute, davon 53 im historischen Altbestand. Seit sechs Generationen wird das Haus als Familienbetrieb geführt mit viel Respekt für das historisch Gewachsene, aber auch mit klarem Blick für das, was verbessert werden muss.

Hotel Obermaier

  • Standort: Bayern, München Stadtteil Trudering
  • Gegründet: 1863, aktuell unter der Führung der 6. Familiengeneration
  • Zimmer gesamt: 123, davon Altbau: 53
  • Hotelsystem/PMS-System: Mews (früher HS3)
  • Lösung: better.energy (Betterspace)

Genau diesen Blick hatte Nicolai Sauer, Juniorchef des Hauses, auf die Altbau-Heizkörper gerichtet: Die Altbauzimmer waren mit analogen Stufenthermostaten ausgestattet, mit einer Skala von 1 bis 5, ohne jede Steuerungsmöglichkeit von außen. Gäste drehen die Heizung auf Stufe 4 oder 5, reisen ab und das Zimmer heizt stundenlang leer weiter. Manchmal bei offenem Fenster.

Der 2019 eröffnete Neubau ist energetisch vorbildlich: Fußbodenheizung, Fußbodenkühlung, Grundwassernutzung. Für den Altbau aber schied eine vollständige Heizungssanierung aus Kosten- und Aufwandsgründen aus. Gefragt war eine Lösung, die sich in den Bestand integrieren ließ, ganz ohne Baueingriff und langen Projektvorlauf.

Der Weg zur Lösung: Telekom als Türöffner für better.energy

Die Anforderung war klar: Die neue Lösung musste mit dem bestehenden Hotelmanagementsystem HS3 kommunizieren. HS3 bietet nur wenige Schnittstellen – was die Auswahl schnell überschaubar machte.

Den ersten Kontakt zur Lösung ermöglichte ein regionaler Ansprechpartner der Deutschen Telekom. Er besuchte das Hotel und stellte better.energy von Betterspace als passende IoT-Lösung vor als verlässlicher Brückenbauer mit lokalem Vor-Ort-Kontakt und klarer Zuständigkeit.

Betterspace erwies sich als einziger Anbieter auf dem Markt, der die Kompatibilität mit HS3 zuverlässig erfüllte. Insgesamt gaben dann drei Faktoren den Ausschlag bei der Entscheidung für better.energy: die einzigartige PMS-Anbindung, der faire Preis im Vergleich zur Heizungssanierung und die unkomplizierte Installation.

Die Entscheidungsfaktoren für better.energy auf einen Blick

  1. Einzigartige PMS-Anbindung: Direkte Integration in HS3, keine Workarounds
  2. Faire Kosten: Ein Bruchteil des Aufwands einer Heizungssanierung
  3. Unkomplizierte Installation: Eigenständig durchführbar, kein Handwerker nötig

Installation in zwei Tagen: Der Altbau wird smart

Da Nicolai Sauer smarte Thermostate aus dem privaten Bereich bereits kannte, übernahm er die Installation eigenhändig. Das Ergebnis: 53 Zimmer in zwei Tagen – altes Thermostat abschrauben, neues anbringen, per Smartphone einbinden, Zimmer zuweisen.

Häufige Stolpersteine – und wie man sie umgeht

Adaptervielfalt im Altbau: Verschiedene Heizkörperhersteller verwenden unterschiedliche Anschlussgewinde. Betterspace stellt klare Übersichtsunterlagen bereit, mit denen sich der korrekte Adapter je Heizkörper vorab eindeutig bestimmen lässt.

Signalstärke durch Altbaumauern: Die Verbindung funktioniert in nahezu allen Zimmern stabil. In wenigen Einzelfällen kommt es zu kurzen, selbstheilenden Unterbrechungen, die im laufenden Betrieb gut beherrschbar sind.

Gästekommunikation: Neu für manche Gäste war die Bedienung. Die Thermostate zeigen eine Wunschtemperatur in Grad Celsius und keine Stufen von 1 bis 5. Wer das nicht kennt, dreht gelegentlich zu fest. Eine kurze Erläuterung im Gästebuch oder ein kleiner Erklärungsanhänger direkt am Thermostat schaffen schnell Abhilfe und reduziert Rückfragen an die Rezeption spürbar.

better.energy im laufenden Betrieb: Kontrolle statt Zufall

Heute kommuniziert better.energy in Echtzeit mit Mews, welches das alte PMS-System HS3 abgelöst hat. Checkt ein Gast im Hotel Obermaier aus, registriert das System den Leerstand und regelt die Temperatur automatisch herunter. Checkt der nächste Gast ein, heizt das System das Zimmer rechtzeitig vor. Das Personal muss nicht manuell eingreifen.

Besonders geschätzte Funktionen im Betrieb:

  • Definierbare Temperaturgrenzen: Gäste wählen innerhalb eines sinnvollen Rahmens
  • Automatische Leerstandsregelung via PMS-Kopplung: Kein Zimmer heizt mehr unnötig
  • Temperaturabsenkung für Flure und Allgemeinbereiche
  • Kinderschutz-Funktion zur Sperrung manueller Verstellung in öffentlichen Bereichen

Das Einsparpotenzial der smarten Software better.energy liegt laut Betterspace-Erfahrungswerten bei bis zu 35 %. Eine exakte Verbrauchsmessung ist aktuell im Hotel Obermaier nicht möglich. Der Alt- und Neubau sind heizungsseitig verbunden und es liegen keine separaten Abrechnungen vor. Die Einführung fiel zudem in die Coronazeit. Daher ist ein belastbarer Vergleich mit dem heutigen Vollbetrieb kaum möglich. Was bleibt: ein spürbares Ergebnis. Überhitzte, stickige Zimmer gehören der Vergangenheit an.

Fazit des Hotels Obermaier & Praxistipps für Hoteliers

Das Projekt Hotel Obermaier zeigt: Smarte Energiesteuerung funktioniert auch in gewachsenen Strukturen ohne großes Budget, ohne Bautätigkeit und ohne externes Installationsteam. Der Schlüssel liegt in guter Vorbereitung und einer zuverlässigen PMS-Anbindung. Hätte Nicolai Sauer den Neubau damals mitgeplant, hätte er auch dort von Beginn an auf eine PMS-gekoppelte Steuerung gesetzt. Denn selbst das moderne Heizsystem des Neubaus muss nach jedem Gästewechsel manuell zurückgesetzt werden, ein Aufwand, den better.energy im Altbau längst eliminiert hat.

Was Nicolai Sauer anderen Hoteliers empfiehlt:

  1. Adaptertypen vorab klären: Alle Heizkörpertypen im Altbau erfassen und mit der Betterspace-Adapterübersicht abgleichen – das spart Rückbestellungen.
  2. Erklärungsanhänger am Thermostat anbringen: Gäste verstehen die Grad-Celsius-Anzeige schneller, wenn eine kurze Erläuterung direkt am Gerät hängt.
  3. Parameter individuell testen: Nachtabsenkungen und Temperaturgrenzen müssen pro Betrieb justiert werden.
  4. Einfach starten: Das System ist überschaubar. Wer smarte Thermostate kennt, kommt sofort zurecht.

Auf die Frage, was er Hotelkollegen empfehlen würde, antwortet Nicolai Sauer ohne zu zögern:

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Quellen und weiterführende Informationen: