Mit smarter Heizkörpersteuerung und cleverer Finanzierung: Wie das coucou Hotel Heizkosten in den Griff bekam – ohne das Budget zu belasten

coucou Hotel Außenansicht

Keyfacts im Überblick:

  • 45 Zimmer im Mix aus Altbau und Neubau werden heute zentral und differenziert über better.energy gesteuert.
  • Die Investition wurde über Beyond Bookings finanziert – über den Verkauf von Zimmernächten von sonst leerstehenden Zimmern.
  • Die better.energy Lösung konnte umgesetzt werden – ohne das bestehende Budget zu belasten.
  • Durch PMS-Anbindung, differenzierte Regeln für Alt- und Neubau und Wellnessbereich hat das Team mehr Komfort bei weniger Energieeinsatz.
  • Reklamationen zur Temperatur sind deutlich zurückgegangen, weil Transparenz und Daten Diskussionen mit Gästen entspannen.
  • Die über Animod gewonnenen Gäste sind zusätzliche, kaufkräftige Klientel, die das Haus und die Region stärkt – statt nur „Rabattgäste“ zu sein.
  • Plug and Play: Die Installation hat das Hotel selbst durchgeführt.

Das coucou Hotel: Urban Soul meets Black Forest

Das coucou Hotel liegt direkt am historischen Bahnhofsgebäude in Titisee-Neustadt. Betrieben von der Bellini Bäder GmbH, verbindet es:

  • einen denkmalgeschützten Altbau, kernsaniert
  • einen energetisch modernen Neubau

Insgesamt 45 Zimmer stehen Gästen zur Verfügung. Beheizt wird der gesamte Gebäudekomplex über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Pellets, das sich das Hotel mit weiteren Nutzern im Haus teilt – darunter ein Fitnessstudio, eine Holzschnitzerei und ein zweites Restaurant. Die Mischung aus Altbau, Neubau, gemeinsamer Heizzentrale und Schwarzwaldklima macht die Wärmeregelung anspruchsvoll. Hotelmanager Jochen Lauber beschreibt es so: „Die Zimmer sind alle unterschiedlich – Größe, Lage, Sonneneinstrahlung. Im Dachgeschoss ist die Sonne eine Herausforderung, im Altbau die Dämmung.“ Gleichzeitig will das Haus seinem Profil „Urban Soul meets Black Forest“ gerecht werden: modern, digital, regional verwurzelt – auch beim Thema Energie.

Ausgangslage: Komfortpflicht, volatile Energiepreise, knappe Budgets

Bevor better.energy eingeführt wurde, sah der Alltag so aus, wie du es vielleicht aus deinem eigenen Betrieb kennst. Stark wechselnde Außentemperaturen im Gebirge: tagsüber mild, nachts kalt. Zudem sind viele Gäste am Tag unterwegs, kommen abends zurück – und erwarten sofort eine angenehme Temperatur.

Klassische Konstellation:

  • Heizung läuft durch, obwohl das Zimmer leer ist.
  • Abends passt etwas nicht – zu warm, zu kalt, zu träge

Betriebsleiter Lauber erinnert sich: „Früher war es oft so: Der Gast geht morgens um zehn, lässt das Fenster gekippt, dreht die Heizung auf – und abends ist niemand glücklich mit dem Ergebnis.“

Parallel dazu die wirtschaftliche Realität:

  • Saisonale Auslastung mit starken Peaks in Ferien und an Wochenenden.
  • Anspruch, Mitarbeitende ganzjährig zu beschäftigen – Saisonmodelle funktionieren immer schlechter.
  • Investitionen in Digitalisierung und Energieeffizienz müssen sich tragen, statt die Liquidität zu belasten.

Die Kernfrage: Wie lässt sich der Heizenergieverbrauch senken, ohne am Komfort zu sparen – und ohne das Budget zu sprengen?

Die Entscheidung: Betterspace + Beyond Bookings

Das coucou Hotel entschied sich für einen doppelten Ansatz:

  1. Technik: Update der smarten Heizkörpersteuerung better.energy mit neuen, funkgesteuerten LoRaWAN-Thermostaten in den Zimmern und ausgewählten Bereichen.
  2. Finanzierung: Nutzung von Beyond Bookings – also die Finanzierung der Investition über den vorhandenen Leerstand ohne Budget-Belastung.

Lauber bringt den strategischen Ansatz auf den Punkt: „Bei jeder größeren Investition fragen wir inzwischen zuerst: Können wir das über Beyond Bookings abbilden?“ Zur technischen Seite sagt er: „Mit den neuen Thermostaten und der Software im Hintergrund haben wir jetzt die Möglichkeit, Altbau und Neubau wirklich passend zu regeln – das war vorher so nicht machbar.“

Update von better.energy im laufenden Betrieb

Das coucou Hotel war bereits früher Nutzer der ersten Thermostatgeneration und der Software better.energy. Mit der Umstellung auf die neue Lösung wurde konsequent nachgeschärft. Alle 45 Zimmer wurden komplett umgerüstet auf die neusten Thermostate. Dabei kommt moderne Funktechnologie (LoRaWAN) mit deutlich stabilerer Verbindung zum Einsatz. Herr Lauber ist sich sicher „Zu 99,9 % funktioniert das“.

Er hat die Umrüstung im Hotel selbst vorgenommen: „Im Endeffekt ist es wie Plug and Play. Ich habe alle 45 Zimmer in Eigenleistung umgestellt – es war sehr intuitiv.“ Sein pragmatischer Tipp für dich: „Wie bei jedem technischen Gerät sollte man die erste Seite der Gebrauchsanweisung lesen. Dann weiß man, womit man es zu tun hat – und vermeidet Missverständnisse.“

Wie better.energy im coucou Hotel arbeitet

Der Mehrwert entsteht nicht nur durch die Hardware, sondern durch die im Hintergrund arbeitende Software und Anbindung an vorhandene Systeme.

Die wichtigsten Funktionen im Einsatz

  • PMS-Anbindung zu Protel
  • Fenster-offen-Erkennung über Temperaturverlauf
  • Zonen- und Regelwerkslogik
  • Wellnessbereich bedarfsgerecht beheizt
BereichEinsatz von better.energy
Gästezimmer AltbauRegeln und Modi der Software sind angepasst an Dämmung und Lage der Hotelzimmer.
Gästezimmer NeubauTemperaturvoreinstellungen und Regelsets sind optimiert für gute Dämmung und mehr Sonneneinstrahlung
WellnessbereichZeitgesteuerte Komforttemperaturen nur während der Öffnungszeiten
PMS-SchnittstelleAutomatisches Anheben/Absenken der Temperaturen bei Check-In und Check-Out
Monitoring & SupportTransparente Raum- und Temperaturverläufe, einfache Diagnose und Fehlerbehebung
Tabelle 1: Übersicht: better.energy im coucou Hotel

Veränderungen im Alltag: Mehr Daten, weniger Diskussion

Daten schaffen Klarheit

Früher waren Temperaturdiskussionen häufig subjektiv. Heute kann das Team auf klare Kurven und Werte zurückgreifen. „Wenn ein Gast sagt, sein Zimmer sei kalt, schauen wir in die Software und die Heizkurve und sehen: Seit fünf Minuten ist das Fenster offen. Das können wir direkt erklären – und meistens ist das Thema dann erledigt.“

Die Effekte:

  • Sachliche Basis statt Bauchgefühl
  • Weniger Reklamationen, weil Ursachen sichtbar werden
  • Mehr Bewusstsein für Energie – bei Gästen und im Team

Team-Einbindung statt Technik-Silo

Interessant ist, wie stark die Mitarbeitenden eingebunden sind: „Plötzlich interessieren sich Kolleginnen und Kollegen an der Rezeption für das Regelwerk – und stellen Fragen, die vorher niemand gestellt hätte.“

Typische Diskussionspunkte im Team:

  • Passen die Regeln zu An- und Abreisezeiten?
  • Müssen wir für bestimmte Etagen andere Zieltemperaturen definieren?
  • Wie reagieren wir auf ungewöhnliche Wetterlagen?

So wird Energiemanagement vom isolierten Technikthema zu einem gemeinsamen Optimierungsprojekt, an dem du dein Team aktiv beteiligen kannst.

Komfort bleibt im Fokus

Auch wenn die endgültige Jahresabrechnung mit der neuen Lösung noch aussteht, ist die Richtung klar:

  • Beschwerden zur Temperatur sind merklich zurückgegangen.
  • Gäste akzeptieren die digitale Heizungssteuerung gut – besonders, wenn an der Rezeption kurz erklärt wird, wie das System arbeitet.
  • Das Hotel kann den Spagat aus Einsparungen und Komfort besser steuern.

Finanzierung mit Beyond Bookings: Leerstände als Investitionsquelle

Funktionsprinzip Beyond Bookings

> Du identifizierst schwächere Zeiträume (z. B. November, Januar, Wochentage).

> Über Partnerportale wie Animod werden Zimmerkonrigente für Übernachtungen in diesen Zeitfenstern verkauft.

> Du erhältst die Liquidität sofort, die du in die Investition (z. B. better.energy) steckst.

> Die Belegung erfolgt später – zu Zeiten, in denen die Zimmer sonst leer stehen würden.

Neben der intelligenten Einzelraumsteuerung punktete auch das Finanzierungskonzept bebo convert von Beyond Bookings. Um better.energy zu finanzieren hat das Hotel seinen Leerstand clever genutzt. Für das coucou Hotel wurden über 300 Übernachtungen über das Reiseportal Animod verkauft. Der geplante Finanzierungszeitraum lag bei drei Jahren – faktisch waren die Zimmerkontingente aber nach etwa zehn Monaten abverkauft. Voraussichtlich werden bis Mitte des Jahres 2026 alle Gutscheine bereits eingelöst sein. Lauber fasst die Erfahrung so zusammen: „Diese Möglichkeit, Leerstände zu nutzen, um eine Investition zu finanzieren, war für uns eine sehr positive Lösung.“

Das Entscheidende: Es handelt sich nicht um „Schnäppchenjäger ohne Wertschöpfung“. Lauber beschreibt die Gäste deutlich differenzierter: „Über Animod kommen oft Best Ager mit gutem Reisebudget. Sie bleiben im Schnitt zwei bis drei Nächte und geben auch in der Region Geld aus.“ Damit profitiert nicht nur das Hotel. Lauber betont den regionalen Mehrwert: „Es profitieren nicht nur wir – auch der Ort gewinnt Gäste, die sonst nicht gekommen wären.“

AspektNutzen im coucou Hotel
LiquiditätInvestition in better.energy ohne klassischen Kredit oder Leasing
AuslastungFüllung von schwachen Zeiträumen statt Verdrängung von Vollzahlern
GästeklientelZugang zu kaufkräftigen Best Agern mit Sinn für gute Angebote, die das Haus sonst nicht erreicht
MitarbeitendeBessere Grundauslastung, stabilere Beschäftigung
Regionale WirkungZusätzliche Wertschöpfung für Gastronomie und Angebote in der Region
Tabelle 2: Übersicht: Nutzen von Beyond Bookings im coucou Hotel

Digitalisierung mit klarem Fokus

Neben better.energy setzt das coucou Hotel auch die digitale Gästemappe better.guest auf eleganten Tablets in den Zimmern ein. Darüber werden zum Beispiel:

  • Zimmerreinigung nur noch auf Wunsch bestellt,
  • Zusatzleistungen und kleine Käufe im Haus bequem abgewickelt,
  • Informationen und Hinweise zielgerichtet an Gäste ausgespielt.

Die Gästemappe zahlt so ebenfalls auf die Nachhaltigkeitsbestrebungen des Hotels ein und sorgt überdies hinaus für gut informierte Gäste. Auch die Heizkörpersteuerung ist in better.guest integriert. Die Kombination aus Gastkommunikation und smarter Heizungssteuerung wird schrittweise ausgebaut. Gleichzeitig war klar: Die Heizungssteuerung hatte Priorität, weil dort sofort Energie- und Kosteneffekte sichtbar werden.

Fazit: Smarter heizen, clever finanzieren – statt warten und hoffen

Für das coucou Hotel steht heute fest:

  • Die Technik läuft stabil, die neue Funklösung ist praxistauglich.
  • Temperaturreklamationen sind deutlich seltener geworden.
  • Alt- und Neubau lassen sich differenziert steuern, der Wellnessbereich ist bedarfsgerecht eingebunden.
  • Das Team arbeitet aktiv mit den Regelwerken und wird zum Teil des Energiemanagements.
  • Die Investition wurde über Leerstände finanziert, statt das Budget zu belasten.

Lauber zieht ein klares Fazit: „Inzwischen kann ich better.energy uneingeschränkt weiterempfehlen – und in Kombination mit Beyond Bookings war das für uns eine klassische Win-Win-Situation.“ Wenn du ähnliche Rahmenbedingungen hast – saisonale Auslastung, steigende Energiekosten, begrenzte Budgets –, bietet der Weg des coucou Hotels einen konkreten Fahrplan: Nicht weiter hoffen, dass „es irgendwann besser passt“, sondern jetzt in Steuerbarkeit und Effizienz investieren – mit einer Finanzierung, die zu deiner Auslastung und deinem Haus passt.

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