- Bedarfsgerechte Steuerung anstatt Bauchgefühl: Das Bürgerhaus ist heute genau dann warm, wenn es genutzt wird – und wird nicht geheizt, wenn es leer steht.
- Weniger Vor-Ort-Einsätze: Niemand muss abends oder am Wochenende „mal schnell“ hinfahren, um Thermostate hoch- oder runterzudrehen.
- Beschwerden gibt es nicht mehr: Früher kam es immer wieder vor, dass Räume zu kalt waren. Seit der Umstellung gibt es keinerlei Beschwerden mehr.
- Einfacher Prozess im Alltag: Die Steuerung läuft über Belegungspläne. Buchungen werden im System hinterlegt – alles Weitere wird über better.energy geregelt.
- Funkttechnik, die im Bestand funktioniert: LoRaWAN und die Gateway-Anbindung haben sich im Objekt als stabil erwiesen – inklusive Reichweite über das Gebäude hinaus.
Kommunale Gebäude effizient betreiben
Kommunale Gebäude werden vielseitig genutzt: Sie sind Treffpunkt, Verwaltungsstandort, Veranstaltungsort und oft ein Stück Identität deiner Stadt oder Gemeinde. Gleichzeitig steht dahinter die Realität des Verwaltungshaushalts: laufende Kosten müssen minimiert werden, und Heizen ist dabei ein großer Kostenblock.
Gemeinde Gerstungen
- Organisation: Kommune/Gemeindeverwaltung
- Projekt: Bedarfsgerechte Heizsteuerung im Bürgerhaus
- Anwendungsfall: Wechselnde Belegung durch Vereine, private Feiern, Gremiensitzungen und Verwaltungsbereiche im Objekt
- Ziel: Komfort sicherstellen, Personalaufwand reduzieren, Energieverluste vermeiden
Markus Gernke, Sachgebietsleiter Gebäudemanagement der Gemeinde Gerstungen, bringt diese Realität treffend auf den Punkt: „Für Kommunen zählt jeder Euro im laufenden Betrieb. Hier wird meistens jeder Euro zweimal umgedreht.“ Im Interview erzählt er, warum sich Gerstungen entschieden hat, das Bürgerhaus mit better.energy auszustatten – und was sich dadurch im Alltag verändert hat.
Ausgangslage: Ein Bürgerhaus mit wechselnder Belegung
Das Bürgerhaus in Gerstungen ist ein typisches kommunales Mehrzweckgebäude:
Am Wochenende wird es für Familienfeiern genutzt oder von Vereinen, aktuell beispielsweise vom Karnevalsverein. Unter der Woche finden Gemeinderatssitzungen statt, teils nutzen auch Schulen oder die Industrie die Räumlichkeiten. Im Objekt sind zudem das Bürgerbüro inklusive des Einwohnermeldeamtes untergebracht. Außerdem gibt es einen kleineren Raum für Gremiensitzungen.
Das spiegelt das lebendige Gemeindeleben wider – bedeutet energetisch aber vor allem eine stark schwankende Nutzung.
| Bereich | Typische Nutzung | Herausforderung fürs Heizen |
|---|---|---|
| Saal / größere Räume | Feiern, Vereine, Veranstaltungen | Zeitliche Nutzung wechselt und der Komfort muss sichergestellt sein. |
| Sitzungsräume | Gemeinderat, Gremien | Kurze, planbare Slots – trotzdem sind die Räume oft „zu kalt“ bei Start der Sitzungen |
| Verwaltungsbereiche | Bürgerbüro, Einwohnermeldeamt | Eine stabile Grundtemperatur ist nötig, aber kein 24/7-Dauerbetrieb. |
Das Problem vor der Lösung: Personalaufwand, manuelle Arbeit – und Energieverluste
Mit zunehmender Buchungsdichte wurde ein Punkt immer drängender: Remote-Steuerung. Denn in der Praxis hieß „wechselnde Nutzung“ bislang: Jemand muss sich kümmern und das oft zu den ungünstigsten Zeiten. Gernke formuliert es sehr klar: „Vor better.energy war unser Problem, dass wir einen hohen Personalaufwand, manuelle Arbeit und Energieverluste hatten.“
Wenn am Wochenende eine Feier anstand oder abends eine Sitzung länger ging, musste teilweise spätabends oder am Wochenende jemand zum Objekt fahren, um Heizkörper zu regeln. Warum nicht einfach durchheizen? Für eine Kommune ist das keine realistische Option. Heizkosten sind ein erheblicher Kostentreiber und jede unnötig beheizte Stunde ist im Haushalt spürbar. Kurz gesagt: Es wurde eine Lösung benötigt, die Komfort garantiert, aber den Betrieb entlastet.

Was Gerstungen gesucht hat: Eine schnell umsetzbare und verlässliche Lösung
Bevor Gerstungen sich auf Betterspace festlegte, wurden andere Anbieter geprüft sowie die Frage, ob die bestehende Facility-Software eine Steuerungsmöglichkeit bietet. Ergebnis: Es gab keine passende Option.
Die Anforderungen der Gemeinde waren sehr praxisnah:
- Niemand soll mehr vor Ort müssen, um Thermostate hoch- oder runterzudrehen.
- Bei Fremdvermietung soll Komfort entstehen, ohne dass jemand „ans Heizen denken“ muss.
- Schnelle Inbetriebnahme ohne monatelange Umbauphase.
- Zuverlässige Funktechnik – gerade im kommunalen Bestand mit dicken Wänden, vielen Räumen und wechselnden Nutzungen.
„Überzeugt hat am Ende das Zusammenspiel aus einfacher Bedienung, einfacher Installation und der Funktechnologie LoRaWAN von better.energy,“ so Gernke.
Der Startpunkt: Ein Haustechniker als Ideengeber
Bemerkenswert ist, wie die Lösung überhaupt auf die Agenda gekommen ist: Der Impuls kam aus der Praxis. Ein Haustechniker der Gemeinde stieß auf Betterspace, gab den Hinweis an den Amtsleiter weiter – und damit begann die Prüfung. Das ist oft typisch für Kommunen: Wenn eine Lösung im Alltag funktionieren soll, muss sie nicht nur technisch stimmen, sondern auch von Haustechnik und Verwaltung akzeptiert werden.

Installation & Inbetriebnahme: Skepsis – und dann ein Aha-Moment
Gerade beim Thema Funk gibt es in vielen Städten und Gemeinden die gleiche Frage: Reicht ein Gateway wirklich aus? In Gerstungen gab es zu Beginn große Skepsis. Die Erfahrung im Objekt hat diese Sorge zerstreut. Zur Installation war ein Techniker von Betterspace zur Einweisung vor Ort und zeigte den Haustechnikern, wie Thermostate und Gateway installiert werden. Den Rest übernahm das Team eigenständig „sehr einfach und reibungslos“. Gernke beschreibt den Aha-Moment so: „Der größte Aha-Moment war, als wir gesehen haben, dass die Steuerung der Thermostate unkompliziert und einfach handelbar ist.“
Und auch die Funktechnik überzeugte: Die Konnektivität der Thermostate zum Gateway sei „super“, ebenso der Empfang. Aus der anfänglichen Sorge wurde Erleichterung:
„Anfangs gab es eine große Skepsis, ob ein Gateway wirklich ausreicht… jetzt sind wir davon begeistert.“
So läuft der Betrieb heute: Belegungsplan hinterlegen – die Temperatursteuerung kommt automatisch
Die eigentliche Stärke im Alltag liegt nicht in einem „Trick“, sondern in einem sauberen, einfachen Prozess:
- Die Gemeinde arbeitet mit Belegungsplänen als Grundlage der Steuerung.
- Sobald Buchungen für das Bürgerhaus erfolgen, werden diese im System hinterlegt.
- better.energy sorgt dafür, dass die Räume rechtzeitig die gewünschte Temperatur erreichen und diese danach wieder abgesenkt wird.
Gernke fasst das Prinzip so zusammen: „Heute ist das Bürgerhaus genau dann warm, wenn es genutzt wird – und nicht, wenn es leer steht.“ Das ist kein Prozess, der an einer Person hängt. Über die Weboberfläche trägt jemand die Belegung ein. Aktuell übernimmt dies die Kollegin, welche auch den Buchungskalender verwaltet. Sie wurde von den Haustechnikern eingewiesen. „Das funktioniert prima, weil die Plattform einfach und intuitiv zu bedienen ist.“, so Gernke.
| Rolle | Aufgabe | Warum es funktioniert |
|---|---|---|
| Verwaltungskraft | Belegung eintragen | Einfach umzusetzender Schritt, keine technischen Fachkenntnisse notwendig |
| Haustechnik | Installation, Einweisung, Vor-Ort-Prüfung | Wenige Handgriffe notwendig, Begleitung durch Betterspace, klare Zuständigkeit, schnell umgesetzt |
| Sachgebietsleiter Gebäudemanagement | Überblick, Steuerung bei Bedarf | Remote Verwaltung vom Schreibtisch, anstatt aufwändige Fahrten vor Ort |
Ergebnisse, die sofort spürbar waren: Komfort & Entlastung
Manche Effekte sind messbar, andere spürst du sofort. In Gerstungen waren es vor allem zwei Punkte:
1) Beschwerden: von „immer mal wieder“ auf null
Früher kam es des Öfteren vor, dass Nutzer und Nutzerinnen meldeten, Räume seien zu kalt. „Seit better.energy im Einsatz ist, sind die Beschwerden auf null gesunken“, erklärt Gernke. „Aktuell gibt es keinerlei Beschwerden mehr“. Das ist in kommunalen Gebäuden mehr als ein Nice-to-have. Denn Beschwerden bedeuten Rückfragen, Erklärungsbedarf, manchmal Eskalation und am Ende wieder: zusätzliche Zeit.
2) Zeitgewinn: weniger Fahrten, mehr Fokus
Durch die Remote-Steuerung entsteht ein klarer Zeitvorteil. Gernke sagt: „Das ist zeitlich ein absoluter Gewinn. Man kann sich um andere Dinge kümmern, weil jetzt remote einfach vom Schreibtisch aus alles eingestellt wird.“ Gerade in kleineren Städten und Gemeinden, in denen ein Team viele Objekte „nebenbei“ mitbetreut, ist das ein Hebel, der im Alltag zählt.
Und die Einsparung? Wird sauber ausgewertet
Konkrete Einsparzahlen nennt die Gemeinde Gerstungen noch nicht. Aber das aus gutem Grund: better.energy ist in dieser Heizperiode zum ersten Mal im Einsatz. Geplant ist eine Auswertung nach Ende der Heizsaison inklusive witterungsbereinigter Betrachtung. Das ist ein wichtiger Punkt für deine Kommune: Wenn du intern argumentieren musst (Ausschuss, Kämmerei, Vergabe), brauchst es belastbare Zahlen. Gerstungen geht genau diesen Weg.

Warum dieser Anwendungsfall für Kommunen so typisch ist
Gernke sieht den größten Nutzen dort, wo Gebäude wechselnd belegt sind. Genau da scheitert klassische Heizlogik am Alltag, egal ob du mit Hausmeisterrunden arbeitest oder mit Standardzeiten. Entweder wird zu viel geheizt oder zu spät.
Typische kommunale Gebäude, die stark von better.energy profitieren können sind:
- Bürgerhäuser und Mehrzweckhallen
- Verwaltungsgebäude mit Sitzungs- und Veranstaltungsräumen
- Schulen mit Sporträumen und/oder einer Aula
- Vereinsheime und vermietete Räume
Schnell-Check: Passt better.energy auch zum eigenen Bestand?
Wenn mindestens drei der folgenden Punkte erfüllt sind, lohnt sich eine genauere Betrachtung:
- Das Gebäude hat eine wechselnde Belegung (Saal, Sitzungen, Vermietung)
- Es gibt Beschwerden, wenn Räume zu kalt oder zu warm sind
- Das Team fährt außerhalb der Kernzeiten zum Objekt, um Heizkörper zu regeln
- „Durchheizen“ ist politisch und aus Kostengründen keine Option
- Es werden automatisierte Prozesse benötigt, die z. B. auch bei Krankheit/Urlaub funktionieren
Was Gerstungen anderen Gemeinden mitgibt
Die Empfehlung ist eindeutig. Gernke sagt: Er empfehle das System allen Gemeinden weiter, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen und Gebäude mit oft wechselnder Belegung besitzen. Und er bringt auch den kommunalen Kernnutzen auf den Punkt: geringer Aufwand und verlässlicher Betrieb. Genau das entscheidet am Ende und nicht die theoretische Funktionsliste.
Fazit: Ein pragmatischer Schritt, der kommunalen Alltag leichter macht
Gerstungen hat nicht „die Heizungswelt neu erfunden“. Die Gemeinde hat ein wiederkehrendes Problem, wechselnde Nutzung, hohe Heizkosten, begrenzte Ressourcen, mit einem pragmatischen Ansatz gelöst: Steuerung über Belegungspläne und Remote-Bedienbarkeit.
Betreiber kommunaler Gebäude kennen den Spagat zwischen Bürgerzufriedenheit, Mitarbeitendenentlastung und Haushaltsdisziplin. Der Erfahrungsbericht zeigt: Genau in diesem Spannungsfeld entfaltet eine bedarfsgerechte Heizsteuerung schnell Wirkung– erst spürbar (Komfort, weniger vor Ort Einsätze) und schließlich auch messbar (Energieverbrauch).
Du möchtest mehr dazu erfahren?
Quellen und weiterführende Informationen:
- Interview mit Markus Gernke vom 29.01.2026
- Gemeinde Gerstungen: Bürgersaal Rautenkranz Gerstungen
- Betterspace GmbH: better.energy – Control die smarte Heizkörpersteuerung



















