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Über den Dauer-Lockdown, Öffnungsperspektiven und den Hoffnungsschimmer am Horizont für Hotels

Corona und die Hotellerie

Vor einem Jahr haben wohl die wenigsten Hoteliers und Gastronomen daran geglaubt, dass Corona heute die Welt weiterhin so stark im Griff haben würde. Die Angst, die in der Branche vorherrscht, ist groß und der sich momentan-einstellende Dauer-Lockdown macht aktuell wenig Mut zur Hoffnung. Doch die Hoffnung aufzugeben stellt keine Alternative dar, für niemanden.


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Wir beschäftigen uns in diesem Blogbeitrag deswegen mit der aktuellen Situation, möglichen Öffnungsperspektiven sowie Umfrageergebnissen zur Reiselust und dem Reiseverhalten, die Mut machen und Hoffnung säen. Natürlich besitzen auch wir keine Kristallkugel, aber es gibt durchaus Berichte, Indizien und Meldungen, die Hoffnung schaffen.

1 Jahr Corona & 7 Monate Lockdown – So sieht es aus in der Hotellerie

Schaut man auf die neuesten Umfrageergebnisse des DEHOGA Bundesverbandes, lässt sich schnell feststellen, dass die Wolken am Horizont nicht rosig, sondern ehr düster aussehen. Auch der ifo Geschäftsklimaindex lässt zunächst nichts Gutes verheißen. Seit dem ersten März 2020 gab es im Gastgewerbe Umsatzeinbußen in Höhe von durchschnittlich 63,00 Prozent. Das bedeutet, dass lediglich 37 Prozent des Umsatzes im Vergleich zu 2019 erzielt worden sind. Das sich so kein Unternehmen der Welt gesund aufstellen kann, dürfte wohl jedem klar sein.

Auf die Frage, ob Gastronomen und Hoteliers ihren Betrieb durch die Corona-Krise in seiner Existenz gefährdet sehen, antworten über 72 Prozent mit „Ja“. Dreiviertel aller Hotels, Restaurants und sonstiger Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe haben Angst, ihren Betrieb zu verlieren. Das Ergebnis der Frage, ob die Gastronomen und Hoteliers die Betriebsaufgabe in Erwähnung ziehen, stimmt manchen schon leicht positiver. Zwar erwägen knapp 25 Prozent die Schließung, jedoch stimmen auch 75 Prozent der Hoteliers und Gastronomen hier für „Nein“. Das zeigt, wie widerstandsfähig und gut aufgestellt die Hotellerie in Deutschland bisher war. Und es spiegelt den Mut Vieler wider, die Corona trotzen und nicht ans Aufgeben denken.

Schritt für Schritt zu mehr Freiheit – Öffnungsperspektive für die Hotellerie

Heute ist Montag, der 22.03.2021, der Tag an dem laut Stufenplan der Bundesregierung auch die Außengastronomie sowie Theater und Konzert- und Opernhäuser bei einem Inzidenzwert von unter 50 ohne Termine, bzw. von 50-100 zumindest mit Termin, wieder hätten öffnen können. Da jedoch aktuell das Infektionsgeschehen in Deutschland überall wieder Fahrt aufnimmt, ist nicht mit einer Lockerung, sondern ehr mit der angedrohten Notbremse zu rechnen. Genau heute an diesem Montag, treffen Bund und Länder wieder zusammen und entscheiden, wie es weiter gehen wird in Deutschland. Welche Beschlüsse getroffen wurden lesen Sie in unserem Blogbeitrag „Der Corona-Gipfel März 2021: Was Bund und Länder jetzt beschlossen haben“

Bisher wurde im Stufenplan die Öffnung von Hotels und der Innengastronomie nicht berücksichtigt. Die Entscheidung darüber soll heute getroffen werden. Den kompletten Stufenplan als praktische PDF-Datei können Sie sich hier downloaden.

#PerspektiveJetzt

Hotel- und Tourismusverbände fordern mit der Digital-Kampagne und dem gleichnamigen Hashtag #PerspektiveJetzt eine Öffnungsperspektive für die Branche ein. Die Kampagne richtet sich an die Politik. Die in ihrer bisherigen Agenda und dem Stufenplan die Hotellerie gänzlich in den Hintergrund verdrängt hat. Bis jetzt gab es keine wirkliche Perspektive für die Dauerlockdown-geplagte Branche. Jetzt gilt es also den Hashtag in den sozialen Medien zu verbreiten und somit der Branche endlich mehr Gehör zu verschaffen.

Das Model Tübingen – Hoffnungsschimmer am Horizont

Während die Zahlen wieder steigen und die ersten eine harte Notbremse fordern bzw. einige Bundesländer diese bereits wieder ziehen, lässt das Gallische Dorf Tübingen Hoffnung aufkeimen. Denn in Tübingen scheint sich die Normalität Stück für Stück ihren Platz zurück zu erobern. Hier haben Theater, Museen, Kinos und auch der Einzelhandel sowie die Außengastronomie wieder geöffnet. Mit einem negativen Schnelltest ist der Eintritt möglich. Sollte dieser Modellversuch glücken, wird das „Testen für mehr Freiheit“ vermutlich bald in weiteren Städten erprobt. Das kann eine wirkliche Perspektive für Hotellerie und Gastronomie sein.

Der Vergleich zum März 2020 erzeugt ein positives Grundrauschen

Vor lauter Pessimismus, was die aktuelle Situation betrifft, schafft auch der Fakt, dass ab Mai letzten Jahres nach dem ersten Lockdown die Zahlen trotz Öffnungen, touristischen Reisen und offener Außengastronomie sanken und stabil blieben, bis zum Einbruch des Herbstes. Könnte dies dieses Jahr auch so sein? Die Zeichen sehen positiv aus, trotz Mutationen. Bis zum Sommer steigt die Anzahl der bereits geimpften Personen in Deutschland spürbar an. Da im Sommer sich tendenziell mehr Menschen draußen im Freien aufhalten und dort die Ansteckungsgefahr im Gegensatz zu geschlossenen Räumen deutlich niedriger liegt, ist zu erwarten, dass sich das Infektionsgeschehen auch dieses Jahr Ende des Frühjahres bis zum Beginn des Sommers stabilisiert und damit auch wieder mehr Öffnungsperspektiven bestehen.

Warum sich das Durchhalten der Hotellerie lohnen wird

Neben allem Hoffen gibt es auch durchaus in dieser mehr als herausfordernden Zeit Ereignisse, die Grund zur Freude sind. Das Herabstufen Mallorcas zum Nicht-Risikogebiet zeigt, wie stark die Reiselust der Deutschen ist. Und auch andere europäische Nationen schlagen zu beim Buchen des Balearen-Urlaubs. Die Nachfrage nach Mallorca-Reisen, auch wenn es 2/3 der Deutschen für schlecht und unfair halten, ist ungebrochen und um das Achtfache gestiegen. Das zeigt eindeutig, wie groß die Reiselust ist. Hoteliers können sich also gewiss sein, dass sobald sie wieder für touristische Reise öffnen dürfen, die Nachfrage da sein wird.

Auch das Marktforschungsinstitut Insa-Consulere kommt zu dem Schluss, dass das Reisen für gut jeden Zweiten in 2021 wichtig ist. Bei der Altersgruppe der 25- bis 34-jährigen stufen sogar 65 Prozent der Befragten den Urlaub als wichtig ein. Zudem ist mehr als die Hälfte der Deutschen laut der repräsentativen Umfrage bereit, Corona-bedingte Einschränkungen am Urlaubsort hinzunehmen. Die Zustimmung der Frauen ist hier deutlich höher, als die der Männer.

Die Auswirkungen des Corona-Virus auf das Reiseverhalten

Natürlich hat Corona deutliche Spuren im Verhalten und der Wünsche der Reisenden hinterlassen. Für mehr als 40 Prozent der Befragten sind eine schnelle Rückkehr und eine kürzere Anreisezeit sehr wichtig. Damit zeichnet sich ab, dass Inlandsreisen wie schon im Jahr 2020 auch im Jahr 2021 einen starken Anstieg verzeichnen werden. Zudem spielen für gut jeden Zweiten die Corona-Maßnahmen am Reiseziel sowie die Umbuchungs- und Stornierungsbedingungen eine entscheidende Rolle. Rund 35 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die Schutzmaßnahmen vor Ort ein maßgeblicher Faktor für die Entscheidung für eine Urlaubsreise sind.

Da auch weiterhin die Anreise mit dem eigenen Auto 2021 im Trend liegt, gehen Touristiker davon aus, dass auch Nachbarländer wie Frankreich und die Niederlande sowie südliche Urlaubsziele wie Italien und Kroatien eine hohe Nachfrage erfahren werden. Da die Reiselust auch im Jahr 2021 ungebrochen ist, stehen die Zeichen gut, dass im Sommer wieder etwas mehr Normalität in den Hotels einkehrt und Hoteliers endlich wieder ihrer Passion, nämlich Gäste zu begrüßen, zu bewirten und zu verwöhnen, nachgehen können.

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