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Wege aus der Krise: 11 Tipps für die Stadt- und Businesshotellerie

Nach dem wochenlangen Lockdown durch den Corona-Virus dürfen Hotels seit Mai im DACH-Raum öffnen und mittlerweile läuft der Inlandstourismus wieder an. Mit den Sommerferien können Hotels jetzt auf Urlauber hoffen. Während sich Reisende an den Stränden tummeln oder die Berge und Natur genießen, sieht es in den Städten anders aus. Was immer noch ausbleibt sind Messebesucher, Tagungsgäste und Businessreisende. Jetzt stehen die Stadt- und Businesshotels vor neuen Herausforderungen. Denn was tun, wenn die Gäste ausbleiben? In diesem Blogbeitrag werfen wir einen kurzen Blick auf die neuen Herausforderungen der Stadt- und Businesshotellerie und zeigen Ihnen 11 praktische Tipps, wie Hoteliers die Krise jetzt meistern können.

Aktuelle Herausforderungen für Stadt- und Businesshotels

Die Reisebeschränkungen, Einschränkungen beim internationalen Flugverkehr, das erhöhte Sicherheitsbewusstsein der Menschen und die Unklarheit, wann große Events, Messen und Kongresse wieder wie gewohnt stattfinden, beeinflussen das Reiseverhalten der Menschen – sowohl im privaten, als auch im geschäftlichen Bereich. Es ist nicht vorherzusehen, wie sich die Fallzahlen der Corona-Infizierten langfristig entwickeln und es bleibt abzuwarten, wann ein Stück Normalität zurückkehrt. Wenn man sich die aktuelle Lage der Stadthotellerie genauer anschaut, die derzeitigen Auslastungszahlen und die Prognosen für den Tourismus berücksichtigt, lassen sich drei große Herausforderungen ableiten.

Hotels an Messe- und Kongressstandorten werden weiterhin mit fehlenden Businessreisenden rechnen können. Aber auch Städte und Regionen, die vom Auslandstourismus leben, stehen vor besonderen Herausforderungen, denn der Auslandstourismus bricht weg. Es lassen sich derzeit keine verlässlichen Voraussagen treffen, denn das Corona-Virus bleibt weiterhin eine unbekannte Variable, die nicht nur die Hotellerie-Zukunft beeinflusst. Derzeit kann man jedoch erkennen, dass Individualreisen langsam an Fahrt aufnehmen, im Gegensatz zu Geschäftsreisen. Geschäftsreisende lassen auf sich warten. Im Geschäftsreisesektor wird weniger auf Businessreisen und mehr auf Homeoffice, Webinare und Online-Meetings gesetzt. Veranstaltungen, Beratungsgespräche oder Team-Meetings werden in den digitalen Raum verlagert. Die erfolgreiche Umsetzung der neuen Arbeitsweise mithilfe der digitalen Möglichkeiten wird den Aufschwung der Geschäftsreisen zusätzlich bremsen.

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11 praktische Tipps für Stadt- und Businesshotels

Aus der aktuellen Lage sowie den Prognosen für die Stadt- und Businesshotels, haben wir 11 Tipps herausgearbeitet, wie die Stadthotellerie die neuen Herausforderungen meistern kann.

1. Neue Zielgruppen gewinnen

Die Stadthotellerie muss zunächst auf Messebesucher, Tagungsgäste, internationale Reisende und Besucher von großen Events, wie Konzerte und Sportveranstaltungen verzichten. Das heißt, es müssen neue Zielgruppen gewonnen werden. Wenn der Fokus bisher also ganz klar auf internationalen Businessgästen lag, sollten Sie versuchen jetzt vermehrt Reisende aus dem Inland und Kurzurlauber für Übernachtungen in Ihrem Hotel zu gewinnen und zu begeistern.

2. Neue Vertriebskanäle erschließen

Da Sie neue Gästegruppen ansprechen, sollten Sie auch neue Vertriebskanäle für Ihr Hotel erschließen. Es gibt neben Ihrer Website und OTAs, wie Booking.com und HRS, noch andere Vertriebskanäle, wie kurzmalweg.de. Auch über soziale Netzwerke, wie Facebook und Co., erreichen Sie Leisure-Gäste. Auf der Suche nach einer Unterkunft für den Urlaub nutzen Freizeitreisende andere Portale, als klassische Businessgäste. Um diese neue Gästegruppe zu erreichen, müssen sich Hoteliers also auch mit neuen Vertriebskanälen auseinandersetzen.

3. Partnerschaften schließen

Schließen Sie Partnerschaften, egal ob mit dem Museum um die Ecke, dem ÖPNV oder dem Bike-Verleih drei Querstraßen weiter. Denn von all diesen Partnerschaften können Sie profitieren. Zum einen können Sie Ihren Gästen zusätzliche Services anbieten. Zum anderen könnten auch zusätzliche Einnahmen in Form von Provisionen Ihnen zu Gute kommen. Mit dem richtigen Partner haben Sie außerdem noch einen zusätzlichen Vertriebskanal für ihr Hotel erschlossen.

4. Attraktive Packages schnüren

Machen Sie den Urlaub für Ihre Gäste zum Erlebnis und bieten Sie ihnen attraktive Packages an. Besonders Leisure-Gäste buchen gerne Packages passend zu ihrem Urlaub. Ihren Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob Premium Shopping-Wochenende mit der besten Freundin, Stadterkundung mit dem E-Bike, das Feinschmecker-Package für Genießer oder das 3 Tage Sightseeing-Paket mit Unterhaltung für Familien – schauen sie einfach, was es alles für Möglichkeiten gibt und wofür Ihre Stadt bekannt ist. Mit Ihren neuen oder vielleicht schon bestehenden Partnern haben Sie zusätzliche Leistungen, die die Attraktivität des Packages und gleichzeitig Ihres Hotels steigern.

Laut des Reiseportals kurzmalweg.de ist die Nachfrage in deutschen Städten, was Hotelübernachtungen und Kurzreisen bis 5 Tage betrifft, seit Mai teilweise im hohen zweistelligen Bereich angestiegen, die Angebote jedoch nicht. Nutzen Sie diese Chance und schaffen Sie neue Angebote.

5. Am Stadt- & Regionalmarketing orientieren

Viele Städte und Regionen fahren jetzt großangelegte Marketingkampagnen, um die Urlauber als Gäste in Ihre Stadt zu ziehen. Dabei können Sie nicht nur neue Inspirationen finden und Ideen entwickeln. Oftmals stellt auch das Stadtmarketing gezielt Werbematerialien für Hotels bereit, welches Sie nutzen können. In den meisten Fällen freut sich auch das Stadtmarketing über das Aufgreifen ihrer Kampagnen, da nur so Synergieeffekte erzielt werden können, welche Ihnen und auch der Stadt hilft.

6. Werbemittel und Marketingbudget prüfen

Überprüfen Sie, welches Budget Sie für Marketingzwecke verwenden können und welche Werbemittel für Ihr Hotel zum Einsatz kommen. Jetzt kann es durchaus interessant sein, eine Anzeige in einer überregionalen Tageszeitung zu schalten, da gerade viele Urlauber privat zu Freunden oder Familie reisen. Anstatt bei Freunden oder Familie unterzukommen, können die Reisenden im Hotel übernachten – wenn das Angebot für sie stimmt. Auch entdecken derzeit viele Menschen ihre nähere Umgebung neu, getreu dem Motto: Altes neu entdecken. Es kann sich durchaus bezahlt machen, einen Werbespot bei einem Radiosender Ihrer Region in Erwägung zu ziehen.

7. Sicherheit bieten

Nach wie vor ist Sicherheit eines der Grundbedürfnisse, die jeder Reisende jetzt hat. Gäste wollen sich in Sicherheit wissen, wenn es um ihren Hotelaufenthalt geht. Sie möchten wissen, welche Einschränkungen momentan im Hotel herrschen und wie die Stornierungsbedingungen aussehen, falls es eine zweite Infektionswelle gibt. Geben Sie Ihren neuen Gästen diese Sicherheit. Informieren Sie Ihre Gäste vor dem Aufenthalt oder am besten bereits vor der Buchung über aktuelle Einschränkungen und was er im Hotel zu erwarten hat. Passen Sie Ihre Stornierungsbedingungen an die aktuelle Situation an. Bucher-freundliche Bedingungen sind für den Reisenden ein großes Plus bei der Hotelwahl.

8. Kreativ sein

Seien Sie kreativ! Mit Sicherheit fällt Ihnen etwas ein um ihr Hotel bei Leisure-Gästen ins Gespräch zu bringen. Beziehen Sie unbedingt Ihre Mitarbeiter mit ein. Oftmals haben Ihre Mitarbeiter die zündende Idee, Ihr Hotel wieder voranzubringen. Schließlich kennen sie das Hotel ebenso gut wie die Umgebung und die Gäste. Zeigen Sie Ihren Gästen besondere Insider-Locations abseits der großen Touristenpunkte, die nicht überlaufen sind.

Paar sucht mit Tablet ein Hotel mit Ladestation für Elektroauto

Oftmals sind es Kleinigkeiten die über eine Buchung oder einen perfekten Aufenthalt im Hotel entscheiden und diese Kleinigkeit sind meist der kreative Unterschied zu Ihren Mitbewerbern. Ein Picknickrucksack statt des Frühstücksbuffets, kommt bei Städtereisenden sicherlich gut an. So müssen Sie sich keine Gedanken um die Einhaltung der Abstände und Hygienevorschriften im Frühstücksraum machen und der Gast kann direkt durchstarten mit der Erkundung der City.

9. Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren

Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg – und wichtiger denn je. Ihre Gäste wollen schließlich informiert sein, genauso wie Ihre Mitarbeiter im Hotel. All Ihre Bemühungen werden im Sande verlaufen, wenn sie keiner kommuniziert, hört oder richtig umsetzt. Das tollste Package wird niemand buchen, wenn es niemand weiß und auch Ihre Mitarbeiter können Ihre Gäste schlechter beraten und informieren, wenn sie nicht wissen, welche neuen Partnerschaften oder Hotel-Angebote es aktuell gibt.

10. Digital begeistern

Bedenken Sie bei all Ihren Entscheidungen, dass die Digitalisierung jede Menge Potenzial mit sich bringt. Gäste wollen digitale Helfer, einen digitalen Check-In, zuverlässiges WLAN oder die digitale Gästemappe, anstatt an der Rezeption anzustehen, lose Blättersammlungen im Hotelzimmer zu finden und zu warten bis das Urlaubsbild aus dem Hotel Freunde und Familie per WhatsApp erreicht. Begeistern Sie Ihre Gäste und machen Sie den Aufenthalt mithilfe digitaler Assistenten und Services zu einem besonderen Erlebnis. Sowohl Ihre Gäste, als auch Ihre Mitarbeiter werden davon profitieren und damit letztendlich Ihre Einnahmen steigern. Denn begeisterte und zufriedene Gäste sind gerne bereit mal etwas mehr zu zahlen und noch mehr Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen.

11. Alternativen finden

Der letzte Tipp weicht etwas von den vorherigen ab, aber der Vollständigkeit halber wollen wir auch diesen nicht vergessen: Alternativen finden. Sollten all Ihre Bemühungen scheitern, Leisure-Gäste für Ihr Hotel zu begeistern, sollten Sie sich überlegen, ob es nicht Möglichkeiten gibt, das Hotel anderweitig zu nutzen. Zum Beispiel lassen sich Hotelzimmer zum Büro umfunktionieren. Für diejenigen, die das Homeoffice satthaben und etwas Abwechslung zu den eigenen Vier-Wänden brauchen, ist das gemütliche Büro im Hotel eine nette Alternative. Ebenfalls kann sich der Gedanke über einen Lieferservice oder Straßenverkauf von Speisen und Getränken bezahlt machen. Oder Sie behalten das hoteleigene Restaurant oder die Dachterrasse nicht nur Hotelgästen vor, sondern öffnen sie für die Öffentlichkeit, um zumindest die Auslastung des Gastronomiebereichs auf das Niveau des Vorjahres hochzuschrauben.

Oder Sie arbeiten mit einem Fitnessstudio zusammen und bieten im Tagungsraum statt Seminaren ein Personaltraining an. Ebenfalls denkbar ist der Einsatz eines Stadthotels als Quarantänehotel für Reiserückkehrer. Vor allem für Hotels in der Nähe von Flughäfen oder Bahnhöfen könnte dieser Punkt kurzzeitig interessant werden, sollte die Anzahl der Corona-Infizierten aufgrund von Reiserückkehren ansteigen.

Wege aus der Krise für die Stadthotellerie

Die Stadt- und Businesshotels stehen derzeit vor besonderen Herausforderungen. Denn ohne große Events, Messen und Tagungen bleiben die Gäste aus. Jetzt lohnt es sich also, sich für diese Zeit neu zu orientieren. Denn mit Freizeitreisenden haben Hoteliers eine neue Gästegruppe, die jetzt nach Urlaubsmöglichkeiten vorrangig im eigenen Land suchen. Mit unseren 11 Tipps, um neue Gäste zu gewinnen und zu begeistern, haben Sie verschiedene Ansätze, die Sie in Ihrem Hotel umsetzen können.

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